An Stelle des Hersfelder Hofes

In Niederaula entstehen zurzeit 14 barrierefreie Wohnungen

Aktuell entstehen an der Hauptstraße in Niederaula 14 barrierefreie Eigentumswohnungen. 13 davon sind bereits verkauft. Bezugsfertig ist die Immobilie voraussichtlich im September/Oktober 2021.
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Aktuell entstehen an der Hauptstraße in Niederaula 14 barrierefreie Eigentumswohnungen. 13 davon sind bereits verkauft. Bezugsfertig ist die Immobilie voraussichtlich im September/Oktober 2021.

Dort, wo bis zum Juni vergangenen Jahres noch die Reste des abgebrannten „Hersfelder Hofs“ an der Hauptstraße in Niederaula standen, entsteht nun ein Wohnkomplex.

Niederaula – Eigentlich sollte die Brandruine schon einige Monate früher verschwinden, doch die Verhandlungen mit verschiedenen Behörden, unter anderem dem Denkmalschutz, und die notwendigen Gutachten – beispielsweise ein Bodengutachten – hätten viel Zeit gekostet, erklärt Benjamin Phillips, Geschäftsführer der Firma Prior Immobilien aus Fulda.

Doch das gehört nun alles der Vergangenheit an. Mittlerweile steht der Rohbau.

Für den aus Niederaula stammenden Immobilienfachmann ist das Projekt eine Herzensangelegenheit, um in seinem Heimatort etwas zu bewegen. Phillips sieht einen großen Bedarf an relativ kleinen, barrierefreien Wohnungen in seiner Heimatgemeinde und möchte genau das anbieten.

Benjamin Phillips, Geschäftsführer von Prior Immobilien

In der Wohnanlage entstehen 14 Eigentumswohnungen. 13 davon in einer Größe zwischen 68 und 80 Quadratmetern mit zwei oder drei Zimmern. Eine Penthouse-Wohnung ist 105 Quadratmeter groß. Von diesen 14 Wohnungen sind bereits 13 verkauft. Bezugsfertig soll die Immobilie im September oder Oktober sein. Zu jeder Eigentumswohnung wird es einen Stellplatz geben, diese entstehen hinter dem Komplex im Bereich der Gartenstraße. Das große Grundstück vor dem Wohnkomplex wird zunächst freigehalten. „Dort wäre es möglich, einstöckig eine Immobilie – beispielsweise für Geschäfts- oder Büroräume – hochzuziehen“, teilt Phillips weiter mit.

Bauträger an der Hauptstraße in Niederaula ist die BSP-Projektentwicklungsgesellschaft, die Phillips mit seinen Geschäftspartnern, dem Architekten Markus Best aus Künzell und Rainer Stein aus Bischofsheim, gegründet hat. Mit zu dieser Genossenschaft gehört mittlerweile auch die Firma Bömmel Bau aus Bad Kissingen, die den Komplex hochzieht.

Kein Schandfleck mehr

Der „Hersfelder Hof“ ist im Januar 2009 abgebrannt. Ausgelöst worden war das Feuer damals durch zündelnde Jugendliche. Vorher wurde das Gebäude lange Jahre als Gastwirtschaft genutzt, später als Flüchtlingsunterkunft. Zuletzt stand es leer und entwickelte sich mehr und mehr zu einem Schandfleck. (rey)

Zusammen mit der Firma Bömmel Bau ist Phillips nun in der Region auf der Suche nach weiteren Grundstücken, um das aktuell in Niederaula angewandte Bausystem zu etablieren. Denn der Wohnkomplex an der Hauptstraße ist mit Liapor-Steinen hochgezogen worden. „Dieser Stein ist mit Lehmkügelchen besetzt und hat einen geringeren Zementanteil. Er speichert im Winter besser die Wärme und kühlt im Sommer. Außerdem bildet sich in den Wohnungen kein Schimmel mehr“, erklärt Benjamin Phillips. Zwei weitere Vorteile habe der 42,5 Zentimeter starke Stein auch noch: Eine Außendämmung sei nicht mehr notwendig und die Innenwand müsse nicht mehr verputzt, sondern lediglich einmal gespachtelt werden, so Phillips. (Mario Reymond)

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