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In Niederaula laufen die Planungen für das Gerätehaus und den Sportpark Aulatal

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Von: Mario Reymond

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Muss weichen: Im Zuge der Bauarbeiten für den neuen Sportpark Aulatal in Niederaula wird auch das alte Sportlerheim neben der Gesamtschule abgerissen.
Muss weichen: Im Zuge der Bauarbeiten für den neuen Sportpark Aulatal in Niederaula wird auch das alte Sportlerheim neben der Gesamtschule abgerissen. © Mario Reymond

In Niederaula geht es 2023 buchstäblich rund: Die Dorfentwicklung wird über das integrierte kommunale Entwicklungskonzept (Ikek) vorangetrieben.

Niederaula – In der Marktgemeinde Niederaula geht es in vielen Bereichen buchstäblich rund. Die Dorfentwicklung wird in den kommenden Jahren über das sogenannte integrierte kommunale Entwicklungskonzept (Ikek) vorangetrieben. „Die Projektideen sind eingebracht. Jetzt müssen die Vorschläge auf Machbarkeit geprüft und schließlich priorisiert werden. Und dann muss die Wi-Bank-Hessen den Förderrahmen festlegen“, erläutert Bürgermeister Thomas Rohrbach.

Sportpark Aulatal

Für bisher geplante 4,5 Millionen Euro soll das Gelände neben der Gesamtschule in Niederaula komplett neu hergerichtet werden. Daran beteiligt sich der Bund mit einer Fördersumme in Höhe von 2 038 000 Euro. Dafür müssen zunächst das alte Sportlerheim und der aktuelle Fußballplatz weichen. Derzeit sind laut Bürgermeister die Planungsleistungen vergeben. Entstehen sollen ein Kunstrasenplatz, ein Multifunktionsgebäude mit Umkleideräumen, Jugendraum und Platz für Requisiten des „Eulenmarkts“, ein Festplatz, eine 100-Meter-Leichtathletiklaufbahn, eine Weitsprung-Grube, eine Pump-Track-Bahn und ein kleines Multi-Soccer-Feld, das für alle offenstehen soll. Der Kunstrasenplatz dagegen ist nur für den Vereinsfußballsport und den Schulsport vorgesehen. Ziel ist es, in diesem Jahr die europaweite Ausschreibung schnellstmöglich über die Bühne zu bekommen, damit die kompletten Arbeiten noch im Jahr 2025 abgeschlossen werden können.

Feuerwehrgerätehaus

Hinsichtlich des neuen Gerätehauses für die Niederaulaer Feuerwehr ist die Planung für den Förderantrag eingereicht worden, bestätigt Bürgermeister Rohrbach. Jedoch gebe es immer noch Optimierungsbedarf, um die geplanten Kosten von fünf bis sechs Millionen Euro auch nur ansatzweise halten zu können. Die Preisentwicklungen auf dem Bausektor in den vergangenen Monaten hätten bei ihm keine großen Jubelstürme ausgelöst, so Rohrbach. Daher werde auch weiterhin darauf geachtet, gewisse Einsparpotenziale auszuschöpfen, zumal sich das Land Hessen auch nur mit 477 000 Euro an dem Projekt beteilige. Auch dieses Bauprojekt soll in 2025 abgeschlossen sein.

Gewerbegebiet

In Sachen Gewerbegebiet Gleberück/Struthfeld ist ein Planungsbüro beauftragt worden, den ersten Offenlagebericht zu präsentieren. Sollte die Gemeindevertretung grünes Licht geben, könnte die Fläche von 23 Hektar vermarktet werden. Die reine Hallenfläche, die dabei entstehen würde, beträgt laut Bürgermeister 70 000 Quadratmeter für Logistiker oder produzierendes Gewerbe. Die Flächen vermarkten wird die Deutsche Logistik Holding. Sollte gemeindepolitisch alles zügig und reibungslos vonstattengehen, rechnet der Bürgermeister frühestens Ende 2024 mit ersten Baubewegungen.

Photovoltaik

Auf einer 2,3 Hektar großen Fläche bei Solms plant eine Investorengruppe den Bau einer Photovoltaik-Freianlage. Die Gemeinde hat dafür mit der Bauleitplanung den Weg frei gemacht.

Radwegebau

Für die weitere Optimierung des Radwegenetzes – Anbindung von Schlitz nach Kirchheim – um den Kernort Niederaula werden rund 600 000 Euro bereitgestellt. „Wir erhoffen uns dabei eine Landesförderung in Höhe von 80 Prozent“, so Rohrbach. Ziel sei es in erster Linie, den Radverkehr aus dem Gewerbegebiet herauszuholen.

Wohnbebauung

Im Wohngebiet über der Stedtemühle II sollen 27 Bauplätze für Einfamilienhäuser sowie 30 weitere Wohneinheiten in fünf Mehrfamilienhäusern entstehen. Die Vermarktung über einen ortsansässigen Investor soll in Kürze beginnen.

Wasserversorgung

Hinsichtlich der Wasserversorgung für die Ortschaften Kerspenhausen und Hilperhausen ist es vorgesehen, die bisher zwei Hochbehälter zu einem zusammenzulegen. Erste Gespräche sind bereits geführt worden. Die exakte Planung steht kurz bevor. Geplant ist zudem, die Quelle Hattenbach außer Betrieb zu setzen und dort einen Tiefenbrunnen zu bohren. Für dieses zweite Projekt bei der Wasserversorgung gebe es aber noch keinen exakten Zeitrahmen, erklärt Niederaulas Bürgermeister Thomas Rohrbach. (Mario Reymond)

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