1. Startseite
  2. Lokales
  3. Rotenburg / Bebra

In Ronshausen gibt es ein neues Domizil für die Jugendlichen

Erstellt:

Kommentare

Die jungen Bogensportler des Schützenvereins Ronshausen können neuerdings in einem überdachten Raum ihre Schusstechnik verbessern. Die neue Trainingsstätte soll außerdem als Jugendraum genutzt werden.
Die jungen Bogensportler des Schützenvereins Ronshausen können neuerdings in einem überdachten Raum ihre Schusstechnik verbessern. Die neue Trainingsstätte soll außerdem als Jugendraum genutzt werden. © Thomas klemm

Für die Jugendlichen in Ronshausen gibt es einen neuen Treffpunkt. Allerdings müssen sie sich den Raum mit den Bogenschützen teilen, die hier Heimrecht genießen und ihrem Sport frönen.

Ronshausen – Im Schützenhaus am Hopfengarten bereiten sich die Sportlerinnen und Sportler des Schützenvereins Tell Ronshausen auf ihre Wettkämpfe vor. Es gibt mehrere Räumlichkeiten, in denen trainiert werden kann. Einer dieser Räume war bis vor Kurzem noch eine Terrasse ohne Dach. Das änderte sich im Laufe der vergangenen Monate. Der Terrasse wurden feste Wände mit Fenstern, ein Dach sowie ein fester Fußboden „spendiert“. Hier, und nicht mehr am Großkaliberstand, tummeln sich nun die Bogenschützen, um auf ihre Ziele zu schießen.

Nach vier Jahren Umbauzeit konnte der vorher offene Teil des Schützenhauses offiziell seiner Bestimmung übergeben und darüber hinaus als Jugendraum eingeweiht werden. Die Vereinsmitglieder sind stolz auf das Vollbrachte. „Wir haben hier 2500 Arbeitsstunden reingesteckt“, betonte der Tell-Vorsitzende Mark Möller. Durch die Eigenleistungen der Mitglieder des Schützenvereins konnte die Investitionssumme im Rahmen gehalten werden. Der Umbau schlägt mit rund 28 000 Euro zu Buche. Jeden Donnerstag ab 17 Uhr sind die 28 Mädchen und Jungen in diesem Teil des Schützenhauses zum Bogenschieß-Training eingeladen. Andere Gäste können ihnen dabei über die Schulter schauen. „Der Raum ist dann auch offen für unsere Vereinskinder, aber auch für die Jugendlichen aus dem Ort. Das stimmen wir noch mit der Ortsjugendpflege und den Mitarbeiterinnen der Drogenhilfe Nordhessen ab“, erklärte Möller. „Jugendliche, die zu uns kommen wollen, sind montags und donnerstags sowie bei besonderen Anlässen herzlich eingeladen, sich hier aufzuhalten.“ Im Domizil der Bogenschützen können sie unter den Fittichen des Vereinsvorsitzenden sowie unter denen der Trainer Anita Möller, Doreen und Peter Sangerhausen ihre Freizeit verbringen.

Die Räumlichkeit im Schützenhaus ist für die Ronshäuser Jugend ein zusätzliches Angebot zu den beiden bereits seit vielen Jahren bestehenden Jugendclubs im Haus des Gastes sowie im Dorfgemeinschaftshaus Machtlos. Allerdings musste sich der Club in der Ortsmitte von Ronshausen vor einiger Zeit neu justieren. Nachdem dort vor einigen Jahren ein „Drogensumpf“ (O-Ton Bürgermeister Markus Becker) trockengelegt werden musste, haben derzeit nur jüngere Jugendliche in dieser Räumlichkeit Zutritt, stellte der Bürgermeister klar. Dafür gibt es neben der Jugendklubleitung dort eine hauptamtlich tätige Sozialpädagogin von der Drogenhilfe Nordhessen, die ihr Augenmerk darauf richtet, dass im „Club d´amitié“ im Haus des Gastes kein Blödsinn angestellt wird.

Mit dem gut ausgestatteten Interieur inklusive Tischfußballspiel, Billard und TV-Gerät des Clubs in Ronshausens Mitte kann der Jugendraum im Schützenhaus (noch) nicht mithalten. Dafür hat man hier die Möglichkeit, sich unter fachlicher Anleitung am Training der Bogensportler zu beteiligen. Vielleicht wird für den einen oder anderen Gast aus der Stippvisite am Hopfengarten später einmal ein ernsthaftes sportliches Hobby.

Auch interessant

Kommentare