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In Ronshausen wird viel geplant: Bürgermeister Markus Becker blickt in die Zukunft

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Von: Thomas Klemm

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Ronshausens Bürgermeister Markus Becker an seinem Schreibtisch im Büro in der Gemeindeverwaltung.
Ronshausens Bürgermeister Markus Becker an seinem Schreibtisch im Büro in der Gemeindeverwaltung. © Thomas klemm

Bürgermeister Markus Becker (CDU) blickt zum Jahresanfang auf die Projekte, die 2023 in Ronshausen anstehen:

Ronshausen – Auf die Frage, wie er seine Gemeinde Ronshausen als Wohnstandort und Lebensmittelpunkt anpreisen würde, antwortet Bürgermeister Markus Becker (CDU) wie aus der Pistole geschossen: „Wir haben eine sehr gute Infrastruktur mit Einkaufsmöglichkeiten, kleinen Geschäften und großen Läden, eine Tankstelle, zwei Bankfilialen, einem Getränkemarkt, Gastronomie mit Biergarten, einem Hausarzt und Zahnarzt, eine Grundschule, einen Kindergarten, einen Cantus-Haltepunkt und Anbindung an den Busverkehr, wir haben etwa fünfundzwanzig Vereine, Glasfaseranschluss im Neubaugebiet und in anderen Teilen des Ortes und ein Schwimmbad.

Ich glaube, da ist für jeden etwas dabei und durch die vielen Vereine kann auch ein jeder seine Freizeit hier bei uns interessant gestalten. Außerdem haben wir im Umfeld viel intakte Natur, dazu 134 Kilometer geführte Wander- und Radwege und die Extratour Ronshausen sowie Geocaching-Strecken. Da kommen also auch die Erholungssuchenden nicht zu kurz. Wir sind eine liebenswerte Wohngemeinde, in der man sich wohlfühlen kann.“

Das ist nicht schlecht für eine Gemeinde mit „nur“ knapp 2500 Einwohnern. Damit das Leben auch in Zukunft in Ronshausen attraktiv bleibt, bringen Bürgermeister Becker und die Gemeindegremien immer wieder Projekte und Investitionen auf den Weg. Einige werden in den kommenden Monaten verstärkt in den Fokus rücken. An dieser Stelle werden die wichtigsten vorgestellt.

Bebauungsgebiet

Im Neubaugebiet oberhalb der Hersfelder Straße gibt es derzeit nahezu täglich Neues zu beobachten. Anfang der Woche wurde wieder ein Fertigteilhaus hier installiert. Im Ronshäuser Neubaugebiet stehen schon etwa sechzig Häuser. Vier Bauplätze seien noch zu haben.

Feuerwehrgerätehaus

Nach längerer Suche hat man das Grundstück für den Neubau des Gerätehauses „In der Au“, direkt neben dem bisherigen Feuerwehrhaus, gefunden. Nun beginnt die Planungs- und Projektierungsarbeit. Die Freiwillige Feuerwehr wird komplett umziehen, sobald der Neubau errichtet ist. Das leerstehende Gebäude könnte als Unterstellmöglichkeit für die Bauhof-Technik genutzt werden.

Bauprojekt Tanzgarten

Nachdem die ehemalige Parkanlage Tanzgarten an einen privaten Investor aus Bad Hersfeld verkauft worden war, beginnen nun die konkreten Planungsarbeiten. Entstehen soll an dieser Stelle ein Mehrgenerationen-Wohnprojekt. „Wir schaffen jetzt Baurecht, der Bebauungsplan wird vorbereitet, damit der Investor, die ISB Projekt GmbH, den Bauantrag stellen kann“, so der Bürgermeister. Wenn alles gut läuft, könne der Spatenstich noch Ende dieses Jahres erfolgen. „Voraussichtlich wird es aber erst Anfang nächsten Jahres etwas damit werden.“

Kindergarten

„Der Planer sitzt dran“, so Becker. „Wir rechnen damit, dass wir in Kürze mit der Planung dieser Baumaßnahme für die Erweiterung des Kindergartens Regenbogen im Steinweg fertig sein werden.“ Um sich eine Vorstellung von den Neubau-Vorgaben für eine Kindertagesstätte zu machen, hatte sich die Kindergartenleitung kürzlich gemeinsam mit Gemeindevertretern in den Kitas Wildeck und Rotenburg umgeschaut. „Dabei konnten viele praktische Dinge besprochen werden, beispielsweise, was sind die richtigen Fenster, wie viele Kinderwagenstellplätze sind nötig, und so weiter. Auf dem Kita-Grundstück soll ein Neubau errichtet werden, in dem zwei Krippengruppen Platz finden.

Volksfeste

Nach mehrjähriger Pause startet der Karneval in Ronshausen im Februar wieder durch. Am 4. und 11. Februar sind zwei Prunksitzungen geplant und am 12. Februar geht der Kinderkarneval über die Bühne. „Der Vorverkauf hat begonnen und es sind schon viele Eintrittskarten verkauf worden.“ Mitte Juni wird es in Ronshausen wieder ein Dorffest geben und Mitte September ist die Kirmes fest eingeplant.

Radwegebau

Seit vielen Jahren beschäftigen sich die politisch Verantwortlichen in Ronshausen mit dem Radwegebau in Richtung Wildeck/Heringen, um den Lückenschluss zwischen Ulfetal und Werratal hinzubekommen. „Wir sind an diesem Thema dran, seit der hessische Verkehrsminister Dieter Posch hieß“, verwies Bürgermeister Becker auf den langwierigen Prozess. Nun habe man für das etwa dreihundert Meter lange Teilstück an der Landesstraße im Burbachtal Richtung Autobahnzubringer eine Trasse gefunden. Das Ganze müsse aber mit HessenMobil als Bauträger abgestimmt werden. „Es bleibt schwierig, eine Lösung zu finden, die allen Seiten gerecht wird. Ich bleibe aber optimistisch, dass uns das gelingen wird.“

Durchgangsverkehr

Zu allen Tags- und Nachtzeiten ist die Ortsdurchfahrtsstraße von Ronshausen stark frequentiert, auch von Schwerlastverkehr von und zur Autobahn A4. „Eine Umgehungsstraße erscheint mir weiterhin als nicht machbar zu sein. Wo sollten wir diese hinbauen? Aber ich würde mir wünschen, dass wir den Verkehr einbremsen und etwas für die Verkehrsberuhigung machen. Insbesondere beim Nachtfahrverbot für die Lastwagen müssen wir dranbleiben, um die Anwohner in Sachen Lärmbelästigung zu entlasten.“

Bürgermeisterwahl

Im Herbst 2023 wird in Ronshausen der Bürgermeister neu gewählt. „Ich stehe für eine dritte Amtszeit zur Verfügung“, sagt der 47-jährige Amtsinhaber Markus Becker. „Ich habe noch viel Spaß und Freude an dieser Tätigkeit. Ich habe außerdem mit meiner Familie, also meiner Frau und meinen beiden Kindern, abgestimmt, dass ich mich wieder zur Wahl stellen werde.“ Einen Gegenkandidaten zum Christdemokraten gibt es bisher nicht. (Thomas Klemm)

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