Professor Heinrich gibt sich versöhnlich

Insolvenz abgewendet: Oper hat neue Pläne - Pläne für Festspielzeit

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Professor Siegfried Heinrich am Klavier, Friedhelm Fett hört zu.

Hersfeld-Rotenburg. Die Hersfelder Oper liegt am Boden, aber sie steht wieder auf. Das ist die Botschaft einer Pressekonferenz von Prof. Siegfried Heinrich, dem Vorsitzenden des Arbeitskreises für Musik (AfM), und Friedhelm Fett, dem Vorsitzenden der Musischen Bildungsstätte.

Durch den Verkauf des Hotels „Wildes Wässerchen“ konnte die drohende Insolvenz beider Vereine abgewendet werden. „Wir sind wieder schuldenfrei und können befreit agieren“, erklärte Fett. Deshalb wollen beide Vereine zur Festspielzeit wieder ein qualitativ hochwertiges Rahmenprogramm anbieten. Zentraler Spielort soll das Bachhaus in Bad Hersfeld mit knapp 350 Sitzplätzen sein.

Eine Anfrage des AfM zur kostenlosen Nutzung der Schilde-Halle sei von der Stadt abgelehnt worden, beklagen Heinrich und Fett. Auch der Zugang zur Ruine ist nach den gescheiterten Verhandlungen mit Festspiel-Intendant Dieter Wedel über eine Kooperation verwehrt. „Dieser Konflikt war nicht zu lösen“, beklagt Heinrich.

Zwischenzeitig hatte Heinrich Gespräche über einen möglichen Ausweichort in Friedewald, Rotenburg oder gar Thüringen geführt. Die Pläne wurden aber nach reiflicher Prüfung als zu aufwändig verworfen. Ziel des AfM: „Wir wollen den Festspielen keine Konkurrenz machen, aber wir bleiben weiterhin ein wichtiger Faktor im Musikleben der Stadt“, sagen Fett und Heinrich selbstbewusst.

Beide bedauerten, dass es in der kommenden Spielzeit keine Oper in der Stiftsruine geben werde. „Wir haben das aber nicht zu verantworten“, sagte Fett. Heinrich erklärte aber, der Arbeitskreis für Musik sei selbst jetzt noch in der Lage, eine Operninszenierung auf die Bühne der Stiftsruine zu bringen, wenn das gewünscht sei. „Alle Aktiven sind bereit weiterzumachen, und auch ich bin auf jeden Fall versöhnlich“, sagte Heinrich.

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