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Internationales Suppenfest in der Bebraer Brüder-Grimm-Schule

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Von: Herbert Vöckel

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Christina Kindler (links) gab ein Südtiroler-Apfelsüppchen beim Suppenfest in der Brüder-Grimm-Schule in Bebra an die Besucher aus.
Christina Kindler (links) gab ein Südtiroler-Apfelsüppchen beim Suppenfest in der Brüder-Grimm-Schule in Bebra an die Besucher aus. © Herbert_Voeckel

„Etwas Warmes braucht der Mensch“ – diese Ankündigung von Bürgermeister Stefan Knoche wirkte wie das Motto beim internationalen Suppenfest in Bebra. Draußen war der Winter eingezogen mit Schnee und eisigen Temperaturen, drinnen erwärmten die Suppen die Besucher in der Brüder-Grimm-Schule an der Kerschensteinerstraße.

Bebra – „Bei einer Suppe wollen wir nicht neue Rezepte und Gewürze kennenlernen, sondern auch die Menschen um uns herum“, sagte Uli Rathmann vom Organisationsteam beim Begrüßen der Gäste und Mitwirkenden im Foyer der Bildungsstätte.

Ausrichter in der fünften Auflage des Suppenfestes war nach sieben Jahren Unterbrechung wieder das Netzwerk für Integration im Landkreis Hersfeld-Rotenburg in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern. Dazu gehörten die Gesamt- und die Grundschule Bebra, die Schulsozialarbeit der Gesamtschule, der Verein Schule machen ohne Gewalt (SMOG), der Islamische Kulturverein, die Sozialen Förderstätten, der Aramäische Kulturverein und die Stadt Bebra.

Auch Küchenchefin Gabi Brandau von der Gesamtschule, die auch Vorsitzende des örtlichen Landfrauenvereins ist, unterstützte den Veranstalter mit ihrer Erfahrung und ihrem Fachwissen. Ferner wirkten Schülerinnen und Schüler mit, deren Einsatz Rathmann lobend erwähnte.

Für Bürgermeister Stefan Knoche gab es beim Fest am Samstag die besten Suppen aus ganz Bebra, geschmackvoll zubereitet, ohne Geschmacksverstärker, dafür aber mit ganz viel Liebe gekocht. Er selbst gehörte zu den Köchinnen und Köchen, von denen jeder etwas anderes in seinem Topf hatte. In seinem Kochgefäß war es ein Erbseneintopf.

Groß war der Andrang beim Suppenfest in Bebra: Aus 20 Töpfen wurden Köstlichkeiten aus vielen Ländern zum Verkosten angeboten und ausgegeben.
Groß war der Andrang beim Suppenfest in Bebra: Aus 20 Töpfen wurden Köstlichkeiten aus vielen Ländern zum Verkosten angeboten und ausgegeben. © Herbert Vöckel

Insgesamt gab es 20 Suppen zum Verkosten für die mehr als 200 Besucher, die für einen kleinen Kostenbeitrag eine Suppenschüssel mit Löffel und Serviette erhielten. Eine weitere Zugabe war ein Coupon zum Abstimmen der besten Suppe für den Publikumspreis. Zwei weitere Preise in Form von Gutscheinen für die Köche wurden von einer Fachjury und einer Kinderjury vergeben. Das Nachwuchsgremium setzte sich aus Schülerinnen und Schülern zusammen, die gemeinsam immer eine Suppe probierten und anschließend nach dem Mehrheitsprinzip abstimmten. Die Fachjury war mit Prominenten und Angehörigen aus Gastbetrieben besetzt.

Die Anbieter der Suppen waren neben Privatpersonen die Köchinnen und Köche von Organisationen und Vereinen, darunter der Hausfrauenverein und die Landfrauen, die sozialen Förderstätten, der islamische und der aramäische Kulturverein. Ihr Angebot reichte´ von verschiedenen Linsen- und Kürbissuppen über heimische Erbsen-, Kartoffel- und Krautsuppen bis hin zu mehr ausgefallenen Produkten wie dem Südtiroler-Apfelsüppchen, die Joghurt- und die Pizzasuppe. Nachgefragt war auch eine traditionelle Rote-Beete-Suppe aus der Ukraine mit dem Namen Borschtsch.

Den Besuchern beim Suppenfest in Bebra wünschten neben Bürgermeister Stefan Knoche noch Lehrer Torsten Fuchs von der gastgebenden Brüder-Grimm-Schule, Kreisbeigeordneter Herbert Heisterkamp und die Landtagsabgeordnete Karina Fissmann einen guten Appetit.

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