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„Es funktioniert nur mit allen - dazu gehört auch die SPD“

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Ein Hoch auf die neue Bürgermeisterin: Anke Hofmann bei der Wahlparty im Konrads im Kreise ihrer Unterstützer.
Ein Hoch auf die neue Bürgermeisterin: Anke Hofmann bei der Wahlparty im Konrads im Kreise ihrer Unterstützer. © Kai A. Struthoff

Bad Hersfeld – Mit der neuen Bürgermeisterin von Bad Hersfeld sprach noch am Wahlabend Kai A. Struthoff.

Glückwunsch, liebe Frau Hofmann,

Vielen Dank! Vielen Dank auch an die Wählerinnen und Wähler für Ihr großes Vertrauen! Ich freue mich sehr darüber!

Wobei so ganz glücklich können Sie vermutlich angesichts der niedrigen Wahlbeteiligung nicht sein. Nicht einmal ein Viertel der Wahlberechtigten hat sie gewählt?

Über diese niedrige Wahlbeteiligung kann keiner glücklich sein, aber das ist leider überall in Deutschland zu beobachten. Das Wahlrecht ist ein großes Gut in der Demokratie, daher ist es unverständlich, warum viele Bürgerinnen und Bürger keinen Gebrauch hiervon machen. In anderen Ländern wäre man dankbar für ein Wahlrecht. Trotzdem fühle ich mich dazu legitimiert, Bürgermeisterin zu sein. Denn alle Bürgerinnen und Bürger hatten ja die Chance zur Wahl zu gehen. Wer nicht gewählt hat, muss die Entscheidung der Wählerinnen und Wähler akzeptieren und darf darüber nicht seinen Unmut äußern!

Sie sind zuletzt offen von Gunter Grimm und Günter Exner von der CDU unterstützt worden, obwohl die CDU keine Wahlempfehlung abgegeben hat. Hat Ihnen das letztendlich dann den Wahlerfolg gebracht?

Ich bin über jede Unterstützung, egal von welcher Seite, dankbar. Wer nun letztendlich die Stimmen gebracht hat, vermag ich nicht zu beurteilen. Es ist mir wichtig, dass ich als überparteiliche Kandidatin angetreten bin, und es war ja auch keine Parteienwahl. Eine Bürgermeisterwahl ist eine Persönlichkeitswahl. Und ich denke, die Bürger haben mich gewählt, weil sie mir dieses Amt zutrauen, , und weil sie hoffen, dass ich ihre Interessen angemessen vertreten werde. Es ist mir ein großes Anliegen, die Vertreter in den politischen Gremien zusammenzubringen.

Sie haben den fairen Wahlkampf gelobt und der SPD sofort die Zusammenarbeit angeboten ...

Ja, auch das gehört zu einem fairen Wahlkampf. Und insbesondere auch, da ich als überparteiliche Kandidatin angetreten bin. Wir wollen doch alle Bad Hersfeld voranbringen, und dass es uns hier gut geht. Das funktioniert nur mit allen – und dazu gehört auch die SPD.

Wie werden Sie sich jetzt auf das Bürgermeisteramt vorbereiten?

(lacht) Das kann ich noch gar nicht genau sagen. Ich habe am Dienstag das erste Gespräch mit Thomas Fehling, das er beiden Kandidaten aber schon vor der Stichwahl angeboten hat. Wir werden wohl schrittweise vorgehen, viele Themen sind mir ja auch schon durch meine jetzige Position bekannt. Ich glaube schon, dass Herr Fehling einen geordneten Übergang der Amtsgeschäfte befürwortet. Natürlich habe ich mich auch vor der Wahl damit beschäftigt, was ich angehen möchte. Aber heute ist es zu früh für Aussagen diesbezüglich.

Wie geht es denn jetzt privat weiter?

Am Sonntagabend haben wir im Konrads gefeiert, mit Freunden, Unterstützern und Familie. Und natürlich auch zusammen mit meinen Töchtern, auf die ich sehr stolz bin! Und dann hoffe ich natürlich schon, dass ich vielleicht im Herbst auch noch mal etwas Urlaub machen kann, bevor es dann richtig losgeht.

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