Borreliose stark verbreitet

Invasion der Zecken: Trotzdem noch keine Hirnhautentzündung im Kreis

Hersfeld-Rotenburg. Seit die Temperaturen auch nachts wieder dauerhaft die Achtgradgrenze überschritten haben und die Sonne vermehrt scheint, kommen Zecken massenhaft aus ihren Verstecken. 

Zeckenkolonien halten sich an Waldrändern, in Feldgehölzen und vor allem im hohen Gras auf. Dort warten die Tiere auf ihren Wirt; das können Menschen, aber auch andere Säugetiere wie Hunde oder Katzen sein.

Durch ihren Biss kann eine Vielzahl von Krankheitserregern übertragen werden, darunter die durch Bakterien verursachte Lym-Borreliose und die auch als Hirnhautentzündung bekannte Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg sei die meldepflichtige FSME im Gegensatz zu Südhessen und Süddeutschland jedoch noch nicht aufgetreten, teilte das Gesundheitsamt mit.

Borreliose stark verbreitet

Allerdings sei jede dritte Zecke mit Borreliose infiziert und in Deutschland erkrankten jedes Jahr 10.000 Menschen neu nach einem Zeckenbiss. Während sich Menschen, die in Risikogebieten unterwegs sind, gegen die FSME impfen lassen können, gibt es gegen die Borreliose keinen Impfstoff. Hier hilft nur, sich vor dem Biss selbst zu schützen, etwa durch eng anliegende lange Kleidung und Socken über den Hosenbeinen. Zudem sollte nach einem Waldspaziergang der eigene Körper gründlich nach Zecken abgesucht werden.

Hat sich doch eines der Tiere festgesaugt, empfehlen Experten, wie Volker Neumann vom Forstamt Rotenburg, die Zecke als Ganzes mit dem Kopf vorsichtig herauszuziehen, etwa mithilfe einer Zeckenzange. Die Einstichstelle sollte mit einem Stift markiert werden. Zeigt sich dort nach ein bis zwei Wochen eine Rötung, sollte man einen Arzt aufsuchen. Im Falle einer Borreliose kann diese mit Antibiotika behandelt werden. (tsz)

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