50 Jahre Partnerschaft zwischen Nentershausen und Steglitz

Delegation aus Nentershausen am Nentershäuser Platz in Zehlendorf zur Jubiläumsfeier: Das Bild zeigt von links Gudrun Hubert, Ute Griesche, Ralf Hilmes, Lothar Schmidt, Roswitha Schmidt, Michael Karnetzki, Inge Winter, Martha Fuhrmann, Alfred Winter und Werner Altmann. Foto: privat/nh

Nentershausen/Berlin. Die Partnerschaft zwischen der Gemeinde Nentershausen und Steglitz-Zehlendorf hat sich in den 50 Jahren ihres Bestehens gewandelt.

Die Bande sind aber immer stark gewesen und sollen es auch weiter bleiben. Das haben der Nentershäuser Bürgermeister Ralf Hilmes und sein Kollege aus Steglitz-Zehlendorf, Norbert Kopp, bei den Feierlichkeiten zum Jubiläum versichert.

Beide Bürgermeister unterschrieben eine neue Partnerschaftsurkunde, in der sie erklärten, dass die Partnerschaft fortbestehen und gefördert werden soll. Anschließend trugen sich acht Abgeordnete aus Nentershausen ins Gästebuch der Partnerstadt ein. Kopp und Hilmes erinnerten in ihren Reden an die lange Geschichte, die die beiden Kommunen miteinander verbindet. Sie begann mit der Suche der Jugendarbeit des damaligen Bezirks Steglitz nach einer Möglichkeit für eine Jugenderholung. Die fand man auf der Burg Tannenburg in Nentershausen.

Von Burg auf Campingplatz

Seit 1966 kamen Jugendliche aus dem Berliner Bezirk, um in Nentershausen Landluft zu schnuppern. Nentershausen bot sich an, weil es gleich hinter der Grenze lag. Zunächst fanden die Berliner auf der Tannenburg Unterschlupf, die die Gemeinde gepachtet hatte. Wegen baulicher Mängel an der Burg kamen die Gäste seit 1971 auf dem Campingplatz der Gemeinde unter.

Bald wurden die Zelte nach und nach durch Blockhütten ersetzt und der Campingplatz verdrängt. „Wer an die Partnerschaft denkt, denkt zuerst an Spaß und Abenteuer in der Freizeitstätte in Nentershausen“, betont Hilmes.

Nach der Grenzöffnung 1989 gingen die Belegungszahlen etwas zurück. Der Nachwuchs und die Familien konnten seitdem direkt im Umland Urlaub machen. Die Partnerschaft zwischen Steglitz-Zehlendorf und Nentershausen aber mit vielen privaten Kontakten sorgte dafür, dass die Freizeitstätte weiter genutzt wurde.

Im Jahr 2010 gaben die Berliner bekannt, dass sie die Anlage nicht mehr halten können. Daraufhin gründete sich der Verein zur Förderung des Fremdenverkehrs in Nentershausen. Eineinhalb Jahre hielt er den Betrieb aufrecht. Heute gehört die Anlage einem privaten Eigentümer. „Mittlerweile kommen schon wieder Gruppen aus Berlin dorthin“, berichtet Hilmes.

Harmonisch und herzlich

Nach dem Ende der Freizeitstätte seien die Berührungspunkte weniger geworden, betont der Bürgermeister. Die Partnerschaft habe aber auch in dieser Zeit gut funktioniert und sei immer von Harmonie und Herzlichkeit geprägt gewesen. Das sei auch den beiden aktiven Partnerschaftsvereinen zu verdanken. (dup)

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