Jakob-Grimm-Schule will G8 und G9 parallel anbieten

Ihre Schule will parallel G8 und G9 anbieten: die Leiterin der Jakob-Grimm-Schule in Rotenburg, Sabine Rimbach. Archivfoto: Schäfer-Marg

Rotenburg. Mit einem Modellversuch will die Rotenburger Jakob-Grimm-Schule (JGS) in das Schuljahr 2015/2016 starten: Sie will G8 und G9, also Abitur in zwölf beziehungsweise in 13 Jahren parallel ermöglichen.

Die Schulkonferenz hat das Konzept bereits einstimmig abgesegnet, erklärte Schulleiterin Sabine Rimbach. Jetzt müssen noch die übergeordneten Stellen zustimmen.

Die Schulleitung hatte in der Vergangenheit keinen Hehl daraus gemacht, dass sie weiterhin G8 favorisiert. Die Gesamtkonferenz der Lehrer hatte sich allerdings für G9 ausgesprochen, auch Eltern waren für die Rückkehr zu G9 aktiv geworden - wir berichteten.

Jetzt soll also beides nebeneinander versucht werden: So könnten alle Kinder aus dem Einzugsgebiet der Schule in Rotenburg unterrichtet werden. Wer das Abitur in zwölf Jahren will, muss deshalb nicht das Gymnasium in Gerstungen besuchen. „So können wir Abwanderung vorbeugen“, sagt Gymnasialzweigleiter Michael Koslowski.

Für das kommende Schuljahr rechnet die Schule mit drei, maximal vier neuen 5. Klassen. In den Klassen 5 und 6 würde sich für die Kinder zunächst nichts Grundlegendes ändern. Die zweite Fremdsprache Latein oder Französisch wird bereits ab Klasse 6 angeboten. Sie ist allerdings nicht versetzungsrelevant. Auf verpflichtenden Nachmittagsunterricht will die JGS auch weiterhin verzichten.

Profitieren könnten die Kinder bei G9 besonders in den Hauptfächern - sie hätten mehr Zeit zum Üben, erklärt Koslowski weiter. Die Stundentafel in G9 soll möglichst nicht über 30 Wochenstunden hinausgehen, in G8 bleibt sie unverändert bei etwa 31 Stunden. Die Bläserklassen soll es auch weiterhin geben. Die dritte Fremdsprache Spanisch als Wahlfach soll für die G8-Schüler in Klasse 8, für die G9-Schüler in Klasse 9 angeboten werden.

Auf Antrag von Eltern werden die aktuellen 5. Klassen in den Modellversuch mit aufgenommen, die 6. Klassen allerdings nicht, weil das für den modellversuch geplante umfassende Beratungsangebot für die Schüler ab Klasse 5 nicht mehr greife, erklärte Koslowski.

Da der Jahrgang 5 als G8-Jahrgang gestartet ist, besteht Vertrauensschutz. Das heißt, das Abitur muss für die, die es wünschen, weiterhin in zwölf Jahren machbar sein. Es muss also mindestens eine der aktuellen 5. Gymnasialklassen weiter als G8-Klasse geführt werden. Und dafür müssen mindestens 16 Kinder angemeldet werden. Kommt diese Klasse nicht zustande, bleibt es bei G8 für alle. (sis)

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