Ende der SPD-Mehrheit in Rotenburg – viele Einzelstimmen für Grunwald (CDU)

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Am Sonntag, kurz nach 18 Uhr: Wahlhelfer öffnen die Wahlurne im Rathaussitzungssaal. Von links Klaus Troch, Werner Haack, Angelika Albrecht, Rolf Naumann, Gert Mundinger, Werner Steube, Hannelene Drexler.

Rotenburg. UBR und CDU haben in Rotenburg zugelegt, die SPD hat ihre Mehrheit verloren. Die Karten im Stadtparlament werden neu gemischt, neue Mehrheiten müssen gesucht werden.

Ein überraschend deutliches Signal hat Christian Grunwald empfangen: Der CDU-Kandidat für die Bürgermeisterwahl im September ist durch das Wahlsystem von Kumulieren und Panaschieren ganz nach oben gespült worden: Er, der zuvor dem Parlament noch nicht angehörte, erhielt die meisten der abgegebenen Stimmen – unabhängig von Parteien, nämlich 3762.

Zum Vergleich: Auf Platz 2 landete Klaus Troch mit 3181 Stimmen. Der Lispenhäuser Sozialdemokrat war Stadtverordnetenvorsteher des vorigen Parlamentes. Auf den Plätzen folgen SPD-Spitzenkandidat Wilfried Pfister mit 3150 und UBR-Spitzenkandidat Hartmut Grünewald mit 3084 Stimmen. Lispenhausens Ortsvorsteher Manfred Knoch machte auf der SPD-Liste einen Sprung mit 2831 Stimmen.

Für den CDU-Kandidaten Grunwald ist das Ergebnis „ein gutes Signal und ein deutlicher Ansporn“ für die kommenden Monate des Bürgermeisterwahlkampfes. Doch müsse man zwischen den beiden Wahlen unterscheiden. Das Minimalziel der CDU, die Mehrheit der SPD zu brechen, sei erreicht. Nun werde seine Partei das Gespräch mit der UBR für eine künftige Zusammenarbeit suchen.

Niedrige Wahlbeteiligung

Gespräche will auch die SPD führen, um die Zusammenarbeit mit anderen Fraktionen auszuloten, kündigte Spitzenkandidat Wilfried Pfister an. Er führt das SPD-Ergebnis unter anderem auf die niedrige Wahlbeteiligung zurück, die ihn „erschüttert“ habe. Es sei offenbar auch nicht gelungen, die SPD-Wähler zu mobilisieren. Auch habe man wohl den Wählern die neuen Projekte wie Bürger- und Tourismuszentrum als Investitionen in die Zukunft nicht vermitteln können. In dieser Woche will die SPD das Ergebnis genauer analysieren.

„Wir haben unser Wahlziel erreicht, die Mehrheit der SPD im Stadtparlament zu brechen, und sind hochzufrieden“, erklärte UBR-Spitzenkandidat Grünewald. Die UBR sei bereit, mit allen über Zusammenarbeit zu sprechen.

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