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Jochen Schmidt nimmt Abwahlantrag an: Ab Mittwoch ist er nicht mehr der Bürgermeister von Alheim

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Von: Carolin Eberth

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Bürgermeister Jochen Schmidt hofft, dass die Fraktionen ihren Abwahlantrag noch einmal überdenken und eine positive Zusammenarbeit anstreben. archi
Jochen Schmidt ist ab Mittwoch, 16. November, nicht mehr länger der Bürgermeister der Gemeinde Alheim. © peter gottbehüt

Jochen Schmidt ist ab Mittwoch, 16. November, nicht mehr länger der Bürgermeister der Gemeinde Alheim.

Alheim - Dies teilte er unserer Zeitung am späten Dienstagabend mit. Ab Mittwoch wird der Erste Beigeordnete Dr. Andreas Brethauer (SPD) das Amt übergangsweise übernehmen.

Nachdem drei der vier Alheimer Fraktionen für einen Abwahlantrag gegen Jochen Schmidt (parteilos) gestimmt hatten, blieb ihm eine Woche Bedenkzeit, in der er den Abwahlantrag annehmen konnte. Noch vor einer Woche war er der festen Überzeugung, dass er seine Arbeit als Bürgermeister „zum Wohle der Gemeinde aktiv und mit festem Willen“ fortsetzen möchte. Was ihn nun zum Umdenken bewegt hat, darüber berichten wir bald mehr.

Die Gemeindevertreter hatten am 8. November in Heinebach ein Abwahlverfahren eingeleitet. 19 von 23 Gemeindevertretern und damit ausnahmslos alle Abgeordneten von SPD, CDU und Grünen waren für den Antrag, drei dagegen (Aribert Kirch und Leonhard Häde, beide FDP, Heinz Schneider, fraktionslos). Astrid Storch (FDP) enthielt sich.

Die Fraktionsmitglieder von SPD, CDU und Grünen sprachen sich in ihren Redebeiträgen in aller Deutlichkeit für ein Abwahlverfahren aus, „um weiteren Schaden für die Gemeinde abzuwenden“. Ausschlaggebend sei nicht ein einziger Grund, sondern die Summe aus Fehlern, die Schmidt in den vergangenen eineinhalb Jahren gemacht habe.

Ihm wurden beispielsweise Lügen, Ahnungslosigkeit, Untätigkeit, Überforderung, fehlende Transparenz und Kommunikation sowie Fahrlässigkeit vorgeworfen. Schmidt wurde mehrfach nahegelegt, das Votum der Gemeindevertreter anzunehmen, um der Gemeinde damit eine „Durststrecke“ bis zum Bürgerentscheid zu ersparen. (Carolin Eberth)

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