Jugendamt: Bürgermeister lehnen Zentralisierung ab

Das Landratsamt in Rotenburg: Die Kernaufgabe des Jugendamts soll in Bad Hersfeld konzentriert werden. Foto: ank

Hersfeld-Rotenburg. Die Bürgermeister im Kreisteil Rotenburg sind empört über die Pläne, Kernaufgaben des Jugendamtes zulasten von Rotenburg und Bebra in Bad Hersfeld zu konzentrieren.

Mit Verärgerung und Unverständnis reagiert der Rotenburger Magistrat auf die Ankündigung des Landkreises zum Abzug von Jugendhilfeeinrichtungen. Wenn die Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz familienorientierte wohnortnahe Dienstleistungen aus der Fläche unter dem Argument abziehe, dass die Notwendigkeit zur Bürgernähe eine Mär sei, sei das eine Bankrotterklärung nie dagewesenen Ausmaßes der politischen Führung der Kreisverwaltung.

Die weitere Ausdünnung des Altkreises werde von den ZuBRA-Kommunen nicht länger hingenommen, erklärte Bebras Bürgermeister Uwe Hassl. „Ich persönlich fordere die Wiedereinführung des Altkreises Rotenburg-Bebra. Der Landkreis ist viel zu groß geworden, als dass man ihn noch sinnvoll verwalten kann“, überspitzte Hassl.

Der Alheimer Bürgermeister Georg Lüdtke sagte klar: „Das geht nicht.“ Die Menschen müssten vor Ort bedient, nicht der Gedanke der Zentralisierung in den Vordergrund gestellt werden.

Markus Becker, sein Kollege aus Ronshausen, meint, es sei schade, dass ein Service für die Bürger abgezogen und die Wege für die Sozialarbeiter dadurch länger würden. (ank)

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