Ausschuss will Entscheidung der Kreisspitze rückgängig machen

Jugendhilfe: Widerstand gegen Zentralisierung in Bad Hersfeld wächst

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Das Landratsamt in Rotenburg.

Hersfeld-Rotenburg. Auf wachsenden Widerstand trifft die bevorstehende Zentralisierung wesentlicher Bereiche der Jugendhilfe in Bad Hersfeld.

So lehnt auch der Jugendhilfeausschuss die Entwicklung mehrheitlich ab und fordert, die Entscheidung rückgängig zu machen.

Sowohl Elke Künholz, Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernentin (SPD), als auch Landrat Dr. Michael Koch (CDU) vertreten die Umorganisation, die schon im Mai umgesetzt werden soll. Demnach soll das Kerngeschäft der Jugendhilfe, der Allgemeine Soziale Dienst (ASD), der bisher auch in Rotenburg/Bebra vertreten ist, in der Kreisstadt konzentriert werden.

Der Jugendhilfeausschuss unter Leitung von Elke Künholz beschloss, im Kreistag am 8. Mai einen Antrag vorzulegen. Dieser sieht vor, die Entscheidung rückgängig zu machen. „Die sozialraumorientierte Jugendhilfe mit Standorten des ASD in Rotenburg und anderen Fachdiensten wie Tagespflege, Kita-Fachberatung, Frühe Hilfen in Bebra, ist aufrechtzuerhalten“, fordert der Jugendhilfeausschuss. Er verlangt außerdem, bei künftigen Planungen, die die Kinder- und Jugendhilfe betreffen, einbezogen zu werden.

Das Vorgehen sei nicht richtig, erklärte Kaya Kinkel (Bündnis 90/Die Grünen). Sie hatte den Antrag in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses vorgelegt. Es handele sich nicht um eine reine Verwaltungsentscheidung. Man sei überrumpelt worden. Künholz erklärte, dass der Ausschuss in diesem Fall nicht zuständig sei. Sie habe die Pläne dort bereits im Februar vorgestellt. Damals seien sie in einigen Wortbeiträgen begrüßt und keine weitere Behandlung des Themas gewünscht worden. Sie vermutet nun eine politisch motivierte Diskussion.

Die Parlamente von Rotenburg und Alheim haben am Donnerstag Resolutionen gegen die Umstrukturierung verabschiedet. (ank)

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