Hospizabend mit Rüdiger Haar gibt Einblicke in jugendliches Denken

Jugendliche und der Tod

Rüdiger

Rotenburg. Wie gehen Jugendliche mit dem Thema Tod um? Was müssen Berater und Seelsorger dabei beachten? Antworten auf diese Fragen gibt der nächste offene Abend des Regionalen Hospizvereins Rotenburg am Dienstag. 3. November. Referent ist der Pfarrer, Pastoralpsychologe und analytische Kinder- und Jugendtherapeut Rüdiger Haar.

Haar leitet die Psychologische Beratungsstelle der Landeskirche und des Diakonischen Werks Kassel und ist dort seit vielen Jahren als Berater tätig. Einer seiner Schwerpunkte ist die Arbeit mit Jugendlichen. Zu diesem Thema hat er auch Fachliteratur veröffentlicht.

Jugendliche seien von ihrer Entwicklung her einerseits mit der Wirklichkeit von Tod vertraut, andererseits aber überzeugt, dass das Leben vor ihnen liegt und dass ihnen alle Macht zu seiner Bewältigung gehöre, erläutert Rüdiger Haar. Dazu gehöre, dass sie Experimente mit dem Leben und mit der Grenze zum Tod machen und sich dabei auch in Gefahr bringen.

Wenn sie in dieser Phase mit dem Sterben eines Angehörigen konfrontiert würden, träfe sie das besonders hart. Sie hätten nicht nur mit dem Verlust, sondern auch mit dem Erleben ihrer eigenen Ohnmacht und Hilflosigkeit zu kämpfen. Daraus entstünden Verhaltensweisen, die erwachsene Begleiter nicht immer verstehen.

Der Hospizabend beginnt um 19.30 Uhr und dauert etwa zwei Stunden. Veranstaltungsort ist der Vortragssaal des Rotenburger Kreiskrankenhauses (7. Stock). Der Eintritt ist frei, alle Interessierten sind eingeladen. Bei Bedarf können einzelne Teilnehmer nach dem Vortrag nach Hause gefahren werden, teilte der Verein mit. (yve) Foto: nh

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