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Julian Kempka ist die neue Nummer 1 in Friedewald

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Vereidigt: Julian Kempka (links) ist von Birgit Licht und Bernd Stahl in das Amt als neuer Bürgermeister von Friedewald eingeführt worden.
Vereidigt: Julian Kempka (links) ist von Birgit Licht und Bernd Stahl in das Amt als neuer Bürgermeister von Friedewald eingeführt worden. © Kai A. Struthoff

Der 26-jährige Julian Kempka ist am Mittwochabend in Friedewald als neuer Bürgermeister vereidigt worden. Er folgt in diesem Amt Dirk Noll, der zum Ersten Kreisbeigeordneten gewählt wurde.

Friedewald – Als Torhüter der SG Ausbach/Friedewald hat der 26-jährige Julian Kempka bislang den Kasten seiner Mannschaft saubergehalten. Als letzter und zugleich erster Mann von Friedewald wird er nun als wohl jüngster Bürgermeister in Hessen über Siege und Niederlagen seiner Heimatgemeinde entscheiden. Vor rund 70 Bürgern und Ehrengästen wurde Kempka am Mittwochabend vom Ersten Beigeordneten und „Interims-Bürgermeister“ Bernd Stahl und der Vorsitzenden der Gemeindevertretung Birgit Licht feierlich in sein Amt eingeführt.

Fußballvergleiche standen an diesem Abend hoch im Kurs. Birgit Licht bescheinigte Kempka „Kraft, Kreativität und Entscheidungsfreude“, Eigenschaften die ihn bereits im Tor ausgezeichnet hätten. Landrat Torsten Warnecke, selbst großer Fußballfan, erklärte, ein Torwart ist Leiden gewöhnt, denn „an ihm hängt alles“. Und auch Niederaulas Rathauschef und Sprecher der Bürgermeister im Kreis Thomas Rohrbach begrüßte ihn im Team: „Wir Bürgermeister halten alles zusammen und finden immer eine Lösung.“ Amtsvorgänger Dirk Noll, der durch die Wahl zum Ersten Kreisbeigeordneten den Weg für einen neuen Bürgermeister überhaupt erst frei gemacht hatte, sagte: „Ich hätte mir keinen besseren Nachfolger wünschen können.“

Das bestätigte auch Kempkas bisheriger Arbeitgeber. Bad Hersfelds Erster Stadtrat Gunter Grimm erinnerte sich an das Bewerbungsgespräch von Julian Kempka bei der Kreisstadt, wo dieser „mit Ehrgeiz und Konsensfähigkeit“ sofort überzeugt habe. Er könne Leute zusammenführen, weshalb Bad Herfeld seinen bisherigen Standesbeamten nur ungern ziehen lasse. „Friedewald kann man zu diesem Bürgermeister aber nur gratulieren“, sagte Grimm.

Gratulationen überbrachten auch die Vertreter der beiden Fraktionen in Friedewald SPD und Offene Liste, der Erste Stadtrat von Heringen Johannes Beyer, die Erste Beigeordnete aus Schenklengsfeld Beate Lüder, Hohenrodas Rathauschef Andre Stenda, Pfarrerin Julia Kaiser, Ortsvorsteher, Fußballfreunde und die Feuerwehrkameraden, die ihrem neuen Chef einen Helm samt Schutzjacke überreichten.

In seiner Antrittsrede dankte Julian Kempka allen Gratulanten, den politischen Fraktionen, vor allem aber Bernd Stahl für seine Amtsführung in der Übergangszeit, aber auch seiner Verlobten Meike von der Stein und seinen Eltern. Er wisse, dass er in Friedewald in große Fußstapfen trete. Das funktioniere nur im Team. Trotz seines jungen Alters sei er auf viel Zustimmung und den Wunsch nach frischem Wind in Politik und Verwaltung gestoßen. „Nur wer eigene Wege geht, kann eigene Spuren hinterlassen“, kündigte Kempka selbstbewusst an.

Er wolle dem Motto Friedewalds, eine Zukunftsgemeinde zu sein, weiter gerecht werden und deshalb Kita-Plätze schaffen, Baulücken schließen und den Glasfaserausbau vorantreiben. Vor allem aber wolle er „immer ein offenes Ohr für die Anlieger aller Bürger haben“.

Für erste Gespräche hatte die neue Nummer 1 von Friedewald dann bei der anschließenden Feier in der Festhalle ausgiebig Gelegenheit. (Kai A. Struthoff)

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