Demonstration in Asbach

Jungbluth-Mitarbeiter wollen mehr Lohn

Demonstrieren für einen höheren Stundenlohn: Rund 50 Mitarbeiter und Betriebsratsmitglieder der Karl Jungbluth Kettenfabrik zogen am Donnerstag durch Asbach. Foto: laura hellwig

Bei einer Demo haben rund 50 Mitarbeiter und Betriebsratsmitglieder der Jungbluth-Kettenfabrik aus Asbach eine Lohnerhöhung von fünf Prozent gefordert.

Nachdem die Geschäftsführung vor zehn Jahren aus der Tarifbindung ausgestiegen war, gab es neun Jahre lang keine Lohnerhöhung mehr.

„Es kann nicht sein, dass man einmal nach neun Jahren etwas bekommt und es dann einschläft“, sagt Verhandlungsführer Dominik Langosch von der IG Metall Nordhessen. Bei einer Demo vor zwei Jahren forderten die Gewerkschaftler sechs Prozent, 4,4 Prozent wurden ihnen gewährt.

Laut einer Betriebsvereinbarung seien weitere Verhandlungsgespräche für das vierte Quartal des letzten Jahres vorgesehen gewesen, erklärt Detlef Stieglitz, Betriebsratsvorsitzender und Betriebsschlosser bei Jungbluth. Diese wurden jedoch in den Januar dieses Jahres verschoben. Es sei aber keine Lohnerhöhung angeboten worden – womit man sich natürlich nicht zufrieden gegeben habe. Bei der Fortsetzung der Gespräche im Sommer scheiterten die Verhandlungen erneut, weil abermals eine Lohnerhöhung grundsätzlich abgelehnt wurde. „Die Geschäftsleitung hat uns lange im Dunkeln tappen lassen“, so Langosch. „Wir wollen etwas von dem großen Kuchen abhaben“, fordert Stieglitz. Die Geschäftsleitung gab „aufgrund mangelnder Informationen“ keine Auskunft über die geplante Demonstration.

Solidarität

Solidaritätsbekundungen kamen vom Conti-Standort aus Bebra: „Wir sind in der glücklichen Lage, im Flächentarifvertrag zu sein. Wir müssen etwas dafür tun, diese Fläche wieder zu schaffen“, sagt Jörg Bettenhausen von Continental. Auch ein Gewerkschaftsmitglied von Asteelflash nahm an der Demo teil.

Der Demonstrationszug verlief von der Fabrik in der Industriestraße in Asbach über die B 62 bis zum Verwaltungsgebäude in der Alsfelder Straße. Zwischenzeitlich sperrte die Polizei die Bundesstraße. Zum Abschluss versammelten sich die Teilnehmer vor dem Firmengebäude, dort schilderten Gewerkschaftler und Betriebsrat die aktuelle tarifliche Situation.

Karl Jungbluth Kettenfabrik beschäftigt rund 70 Mitarbeiter in Asbach und fertigt dort Stahlketten.

Von Laura Hellwig

Quelle: Hersfelder Zeitung

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