Prüfung der Pläne noch im Mai

K+S nimmt neuen Anlauf für Halden-Erweiterung am Standort Hattorf

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Blick über Philippsthal zum Standort Hattorf des K+S-Werks Werra. Die Fabrikanlagen befinden sich auf Philippsthaler Gebiet, während die Abraumhalde überwiegend auf der Gemarkung der Nachbargemeinde Hohenroda liegt.

Hohenroda/Philippsthal. Das Genehmigungsverfahren für die Erweiterung der Abraumhalde am K+S-Standort Hattorf geht in eine neue Runde. Wann die Entscheidung fällt, steht nicht fest. 

„Nach Pfingsten werden die überarbeiteten Rahmenbetriebsplanunterlagen zur Zulassung eingereicht werden“, teilt Michael Conrad als Pressesprecher des Regierungspräsidiums Kassel, der zuständiger Genehmigungsbehörde, auf Anfrage unserer Zeitung mit. 

Die fachliche Prüfung der umfangreichen Änderungen solle noch im Mai beginnen. Wann eine Entscheidung falle, hänge von der Qualität der überarbeiteten Unterlagen ab, erklärt Conrad. 

Nachdem K+S ein überarbeitetes Beschüttungskonzept vorgelegt habe, sei dem Unternehmen die Genehmigung für Vorarbeiten wie Rodung und Vorbereitung des Untergrunds für den ersten Haldenabschnitt erteilt worden. Die Rodung sei abgeschlossen. 

Ende Mai habe der Bau eines ersten Probefeldes begonnen. Ein weiteres solle im Juni folgen. Dort werde die Technik für die Vorbereitung der Haldenfläche erprobt, erläutert Conrad.

74 Ameisenbauten wurden in Regentonnen umgesiedelt

Im Zuge der Vorarbeiten wurden insgesamt 74 Ameisenbauten umgesiedelt. „Sie wurden vor den Baumfällarbeiten kartiert und mit gut sichtbaren Markierungen kenntlich gemacht“, sagt K+S-Projektingenieur Benedikt Kalbhenn. 

Jörg Weipert, Geschäftsführer des Instituts für biologische Studien in Plaue, wurde mit der Umsiedlung beauftragt. In Regentonnen seien die Haufen zum etwa zwei Kilometer entfernten, neuen Standort gefahren worden, wo sie im Abstand von etwa 50 Metern neu errichtet wurden.

Die Umsiedlung sei abgeschlossen, sagt Timo Lübeck von der K+S-Unternehmenskommunikation. Derzeit würden die letzten Baumstümpfe gerodet.

Sie seien vorher stehengeblieben, um den Winterschlaf einer möglichen Haselmauspopulation nicht zu stören.

Hintergrund: Die Halden-Pläne wurden mehrfach überarbeitet

Weil die Kapazität der genehmigten Haldenfläche des K+S-Standorts Hattorf fast erschöpft ist, hat K+S die Erweiterung beantragt. 

Im Zuge des Genehmigungsverfahrens musste das Unternehmen seine Pläne mehrfach überarbeiten: So wurde der geplante Schutzstreifen von 25 auf 65 Meter verbreitert. Die Erweiterungsfläche, die sich komplett auf dem Gebiet der Gemeinde Hohenroda befindet, verringert sich von ursprünglich 72 auf 62 Hektar. 

Das Gelände soll in drei Ebenen beschüttet werden. Eine verbesserte Abdichtung, zusätzliche Entwässerungselemente und eine verbesserte Überwachung von Grundwasser und Bodenbewegung sollen die negativen Auswirkungen minimieren.

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