Thüringer Landesbergamt genehmigt Zwischenlagerung

K+S darf Salzwasser im Grubenfeld Springen einlagern

Unterbreizbach. Das Thüringer Landesbergamt hat K+S die vorübergehende Einstapelung von bis zu 200 000 Kubikmetern Prozesswässern des Standortes Unterbreizbach im Grubenfeld Springen (Thüringen) genehmigt.

Damit ist die Produktion in Unterbreizbach laut K+S-Pressemitteilung zunächst wieder möglich. Für den Vollbetrieb der beiden hessischen Standorte Hattorf und Wintershall seien die Entsorgungskapazitäten nicht ausreichend; K+S wartet weiter auf die beantragte Versenkgenehmigung.

Die Zwischenstapelung ermögliche wieder die Produktion von Düngemitteln. Der Standort ist seit Ende der jährlichen Reparaturpause am 13. August wieder in Betrieb. Wie lange die genehmigte Menge die Produktion sichert, sei schwierig vorauszusagen, erklärte K+S-Sprecher Ulrich Göbel auf Nachfrage unserer Zeitung. Die an dem thüringischen Standort anfallenden Salzlösungen werden sowohl in der Unterbreizbacher Dickstoffanlage als auch in der Fabrik des Standorts Wintershall in Heringen verwertet. Damit hängt die Produktion in Unterbreizbach auch von den Entsorgungsmöglichkeiten in Wintershall ab. Dieser Standort soll nach dem Ende der Reparaturpause am 22. August wieder angefahren werden.

Der Standort Hattorf in Philippsthal steht seit dem Ende der dortigen Betriebspause am 29. Juli – mit Ausnahme der Bittersalzherstellung – weiterhin still. Die Mitarbeiter sind in Kurzarbeit. In der Grube Springen war im Jahr 2007 schon einmal Lauge zwischengelagert worden. Vorhandene Rohrleitungen aus dieser Zeit sollen laut Göbel wieder in Betrieb genommen werden. K+S prüft außerdem den Laugentransport per Bahn zur Zwischenlagerung in weiter entfernten Bergwerken. Am Standort Hattorf steht dafür bereits vorsorglich ein Kesselwagen-Zug bereit, laut Göbel stehen notwendige Genehmigungen aber noch aus.

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