Solidaritätskation soll Zeichen für Erhalt des Bergbaus setzen

10.000 Teilnehmer bei Menschenkette erwartet

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Hand in Hand für die Kaliindustrie: Betriebsrat, Gewerkschaft und Mitarbeiter wollen mit einer Menschenkette ein Zeichen setzen für den Erhalt des Bergbaus im Werratal. Zu den Organisatoren gehören Betriebsratsvorsitzender Harald Döll (rechts) und IGBCE-Bezirksleiter Friedrich Nothhelfer (vierter von links). Im Hintergrund die Baustelle der neuen Aufbereitungsanlage.

Hersfeld-Rotenburg. Mit mindestens 10.000 Teilnehmern rechnen der Betriebsrat des Kaliwerks Werra und die Gewerkschaft IGBCE für eine Menschenkette, die am Donnerstag, 8. September, die K+S-Standorte Unterbreizbach, Hattorf und Wintershall verbinden soll.

Mit der Aktion wollen die Initiatoren ein Zeichen für den Erhalt des Kalibergbaus in der Region setzen. Wegen der eingeschränkten Entsorgungsmöglichkeiten und der anhaltenden Kurzarbeit sei die Situation für die Beschäftigten sehr angespannt, sagte der Betriebsratsvorsitzende Harald Döll beim Pressegespräch am Standort Hattorf. Insbesondere auf Seiten der hessischen Behörden, beklagt Döll, gebe es kaum Bewegung, Ermessensspielräume bei den Genehmigungen würden nicht genutzt. Investitionen in den Umweltschutz wie das Maßnahmenpaket Gewässerschutz oder aktuell der Bau einer Aufbereitungsanlage seien aber nur möglich, wenn K+S auch produzieren könne.

Mit der rund 13 Kilometer langen Menschenkette solle verdeutlicht werden, dass es um mehr gehe als die 4400 Arbeitsplätze bei K+S, betonten Döll und IGBCE-Bezirksleiter Friedrich Nothhelfer: Rund 16.000 Menschen profitierten indirekt durch Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft von K+S. Vom Standort Unterbreizbach führt die 13 Kilometer lange Strecke über das Werk Hattorf, Röhrigshof, Heimboldshausen, Harnrode, Lengers und Heringen zum Standort Wintershall. Um 13 Uhr beginnt die Aufstellung der Teilnehmer. Um 15 Uhr soll die Menschenkette geschlossen sein und die Teilnehmer lassen zeitgleich Luftballons aufsteigen. Um 16.30 Uhr findet die Abschlusskundgebung auf dem Parkplatz am Standort Hattorf statt. Angehörige der Grubenwehren und Werksfeuerwehren sowie zahlreiche Helfer sorgen für die Sicherheit der Teilnehmer und versorgen sie mit Getränken.

Insgesamt 14 Shuttlebusse sind im Einsatz, um die Teilnehmer an der Stecke zu verteilen, sie zur Kundgebung und am Ende zurück zum Ausgangspunkt zu bringen. Die Organisatoren bitten die direkten Anwohner, sich in ihrem Heimatort an der Strecke zu postieren. Teilnehmer aus der näheren Umgebung sollten wenn möglich zu Fuß, mit dem Fahrrad oder in Fahrgemeinschaften anreisen. Mehere Parkplätze, insbesondere im Umfeld der Werksanlagen, sind ausgeschildert. Gesperrt ist an diesem Tag die Kreisstraße vom Abzweig der B 62 nach Unterbreizbach. Auf der restlichen Strecke wird die Menschenkette auf Rad- und Gehwegen aufgestellt. (jce)

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