Entscheidung zur weiteren Laugenverpressung steht in Kürze an

Versenkerlaubnis für K+S hängt am seidenen Faden

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K+S hat Probleme mit der Versenkerlaubnis.

Heringen. Die Erlaubnis für den Kasseler Düngemittelhersteller K+S, Produktionsrückstände in Form von Salzlauge tief in der Erde versenken zu dürfen, läuft am 30. November aus. Eine Verlängerung durch das Regierungspräsidium müsste in Kürze erfolgen, doch der Widerstand wächst.

So hat die Stadt Heringen im vergangenen Dezember ein jetzt öffentlich gewordenes Gutachten in Auftrag gegeben. Danach sind im Stadtteil Kleinensee Kanalleitungen zugesetzt. Das ist laut Gutachter wohl die Folge von salzhaltigem Grundwasser, das im Bereich der Muffen in die Leitungen gelangt. K+S zweifelt dieses Papier als fehlerhaft an.

Erst im September hatte die Staatsanwaltschaft Meiningen bei K+S Hausdurchsuchungen in Kassel und dem Kalirevier im Werratal angeordnet, weil Salzlauge illegal im Untergrund versenkt worden sein soll. Der K+S-Betriebsrat ist bereits in großer Sorge, denn die Produktion ist nur mit einer Versenkerlaubnis aufrechtzuerhalten.

Seit Jahren schon schießt der Gerstunger Bürgermeister Werner Hartung gegen K+S, weil er das Trinkwasser seiner Kommune durch aufsteigende Lauge gefährdet sieht. In Heringen, einem K+S-Standort, wird die Kritik am Unternehmen zwar nicht laut, aber auch dort gibt es wohl nicht nur in Kleinensee Schwierigkeiten mit aufsteigender Lauge. Bürgermeister Hans Ries geht davon aus, dass alle Genehmigungsbehörden bis hinauf zur Landesregierung bereits seit den 80er-Jahren Kenntnis darüber hatten.

Nachdem die Stadt im Jahre 2010 die Bereiche Wölfershäuser Straße und Am Heinerberg an die städtische Kläranlage angeschlossen hatte, wurde diese plötzlich durch hochkonzentriertes Salzwasser angegriffen.

In Sachen Kleinensee soll es in Kürze ein Gespräch zwischen Wasserbehörde, K+S und Gutachter geben. Das Resultat aus diesem Gespräch wird sicher auch Auswirkungen auf die zu verlängernde Versenkerlaubnis haben.

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