Düngemittelhersteller und Gemeinde streben Vergleich zum Schutz des Trinkwassers an

K+S und Gerstungen wollen Streit um Laugenversenkung beenden

Die Gemeinde Gerstungen klagt gegen die Versenkung salzhaltiger Abwässer – im Bild ein Versenkbrunnen. Unternehmen und Gemeinde streben jetzt einen Vergleich an. Foto: Archiv

Gerstungen/Philippsthal. Die thüringische Gemeinde Gerstungen und der Düngemittelhersteller K+S wollen ihre jahrelange Auseinandersetzungen um die Laugenversenkung beilegen.

Das geht aus einer Pressemitteilung des Unternehmens mit hervor. Ziel der bereits laufenden Gespräche sei ein Vergleich. Im Vordergrund stünden dabei die langfristige Sicherstellung der Trinkwasserversorgung der Gemeinde und die gleichzeitige Beendigung der rechtlichen Auseinandersetzungen. Bis zum Herbst diesen Jahres wollen sich Gemeinde und Unternehmen dazu einigen.

Die Gemeinde Gerstungen war in den vergangenen Jahren mehrfach juristisch gegen die Versenkung salzhaltiger Abwässer in den Untergrund vorgegangen – bislang erfolglos. Zum Jahresbeginn hatte die Kommune erneute Klage gegen die Verlängerung des der Laugenversenkung durch die hessischen Behörden bis 2021 erhoben. K+S ist in diesem Verfahren nach Auskunft von Unternehmenssprecher Ulrich Göbel Beigeladener.

„Es ist richtig, jetzt gemeinsam mit K+S über Lösungen für unsere Trinkwasserversorgung zu sprechen. Die ersten Treffen fanden in konstruktiver Atmosphäre statt, sodass alle Beteiligten die Hoffnung haben, gemeinsam gut tragbare Lösungen zu erarbeiten und im Endergebnis alle strittigen Umweltthemen beizulegen. Der Gemeinderat stimmte der Aufnahme von Gesprächen zu“, wird Sylvia Hartung, Bürgermeisterin der Gemeinde Gerstungen, in der Pressemitteilung zitiert.

„Ich bin davon überzeugt, dass die heimische Kaliproduktion und Fragen des Umweltschutzes miteinander vereinbar sind“ sagt Dr. Burkhard Lohr, Vorstandsvorsitzender der K+S Aktiengesellschaft. „Das lässt sich allerdings nicht in langen Schriftsätzen vor Gericht klären. Daher suchen wir den vertrauensvollen Dialog, um mit der Gemeinde Gerstungen einvernehmliche Lösungen zu erzielen“, heißt es in der Pressemitteilung abschließend.

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