Kabarettist Frank Sauer begeistert am Silvesterabend in Bebras altem Rathaus

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Sekt für die Zuschauer, Wein für den Künstler: Kurz vor dem Jahreswechsel zündete Kabarettist Frank Sauer in Bebra verbal schon ein erstes Feuerwerk.

Bebra. Wer im alten Jahr auf dem Holzweg war, sollte im neuen den Königsweg beschreiten. Oder so ähnlich. Zumindest wenn es nach Frank Sauer geht, der dem Bebraer Kulturzug-Publikum am Silvesterabend im alten Rathaus der Eisenbahnerstadt mit seinem nicht mehr ganz neuen Programm „Der Weg ist das Holz“ den Übergang ins neue erleichterte.

Traditionsgemäß gab’s für die Zuhörer ein Glas Sekt – und für den Kabarettisten Rotwein – frei nach der Einsicht: „Das Leben ist zu kurz, um etwas Schlechtes zu trinken!“ Was folgte, war ein Silvester-Feuerwerk an Einsichten, festgemacht an der eigentlich subtilen, allerdings auch fragwürdigen Erkenntnis, dass das Leben zu viele Auswahl- und Entscheidungsmöglichkeiten bietet, die – ob man will oder nicht – dazu führen, dass man sich auf dem richtigen oder auf dem Holzweg befindet.

Für Sauer auf jeden Fall die Gelegenheit, sich über alltägliche Dinge lustig zu machen: Warum auf Kalorien achtende Menschen sich von „Light-Produkten“ ernähren („Inhaltslosigkeit als Kaufkriterium“), warum Vegetarier „fleischlose Buletten“ bevorzugen und möglicherweise häufiger krank sind, weil sie weniger Antibiotika zu sich nehmen – und warum das Bratwurstessen fast schon religiöse Dimensionen in sich birgt: „Es ist die Wiederauferstehung des Fleisches aus einem toten Darm in einem lebendigen Darm!“

Mehr lesen Sie in der Montagsausgabe der Rotenburg-Bebraer Allgemeinen.

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