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Kabeldiebe legen Bahnverkehr bei Bad Hersfeld und Ludwigsau lahm

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Bundespolizist steht vor einem Güterzug (Symbolbild)
Bundespolizei (Symbolbild) © Guido Kirchner/dpa

Kabeldiebe haben am Mittwoch um 4.58 Uhr dafür gesorgt, dass es an der Bahnstrecke zwischen Bad Hersfeld und Mecklar zu erheblichen Behinderungen im Bahnverkehr gekommen ist.

Ludwigsau – Die bisher unbekannten Täter haben mehrere Kabel, unter anderem Erdungskabel, abgeschnitten und gestohlen. Dies führte zu einer Rotausleuchtung (,,Halt’’) auf den betroffenen Strecken.

Dadurch hatten 24 Züge insgesamt 965 Minuten Verspätung.

Erdungskabel, sogenannte Masterden, sind feste Verbindungen zwischen Strommast und dem Erdreich. Werden diese entfernt, ist bei einem Spannungsüberschlag oder Kurzschluss keine sichere Spannungsableitung mehr gegeben. Dadurch können im Radius von rund zehn Metern für Personen lebensgefährliche Spannungen auftreten.

Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat die Ermittlungen aufgenommen und ein Strafverfahren gegen die Kabeldiebe eingeleitet.

Wer Angaben zu der Tat oder den Tätern machen kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 0561/816160 oder online unter bundespolizei.de zu melden. Zudem gibt die Bundespolizei Hinweise für Metallhändler:

Aufträge zur Verwertung von Altmetallen erteilt die Deutsche Bahn AG immer in schriftlicher Form. Metallhändler sollten sich daher den Auftrag zeigen lassen.

Bei angebotenem Material ab einem Gewicht von einer Tonne haben Metallhändler die Möglichkeit, die Deutsche Bahn AG unter der Telefonnummer 030/2 97 10 66 zu kontaktieren.

Händler, die einem Lieferanten misstrauen, können sich an die Bundespolizei unter der kostenfreien Rufnummer 0800/6 88 80 00 wenden.  (rey)

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