Neujahrsempfang in Braach

Kämpferisch ins Wahljahr: CDU-Fraktionschef Volker Kauder bei der Kreis-CDU in Rotenburg

Er zeigt, wo’s lang geht: Der CDU-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Volker Kauder, bei seiner Rede in Rotenburg. Im Hintergrund von links Herbert Höttl, Timo Lübeck und Landrat Dr. Michael Koch von der Kreis-CDU und Europaabgeordneter Thomas Mann. Fotos: Struthoff

Rotenburg. Mit geballter Partei-Prominenz hat die Kreis-CDU das Superwahljahr 2017 eröffnet. Neben dem Europa-Abgeordneten Thomas Mann war auch der CDU-Fraktionsvorsitzende im Deutschen Bundestag, Volker Kauder, zum Neujahrsempfang der Rotenburger CDU gekommen.

„Ich gehe dorthin, wo ein junger Mann die große Chance hat, seinen Bundestagswahlkreis zu gewinnen“, erklärte der vielgefragte Partei-Promi Kauder, warum er ausgerechnet auf den Hof Habermas nach Braach zum Wahlkampf gekommen sei.

„Mit Sigmar Gabriel als SPD-Spitzenkandidat dürften die Chancen für Timo Lübeck auf ein Direktmandat sogar noch größer sein“, legte Kauder nach und brachte den Saal damit langsam aber sicher auf Wahlkampftemperatur. In seiner kämpferischen Rede nannte Kauder die Sicherheit als wichtigstes Thema des Wahlkampfs. „Wir brauchen einen starken Staat“.

Gleichzeitig verteidigte er die Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Merkel. Mit ihrer Entscheidung, die an der Grenze gestrandeten Flüchtlinge nach Deutschland zu lassen, habe sie eine humanitäre Katastrophe verhindert. „Wir tragen das C im Namen der Partei, und unser Leitbild ist das christliche Menschenbild“, sagte Kauder und erhielt dafür viel Applaus von der zahlreichen Parteifreunden, die trotz Unwetterwarnung nach Braach gekommen waren.

Die AfD erwähnte Volker Kauder in seiner Rede mit keinem Wort. Er wolle die Alternative für Deutschland nicht dadurch aufwerten, dass er auf ihre Positionen in seinen Reden eingeht, erklärte Kauder dazu im Gespräch mit unserer Zeitung. Ihm gehe es vielmehr darum, für die Politik seiner Partei zu werben.

Das tat auch der CDU-Bundestagskandidat in Hersfeld-Rotenburg, Timo Lübeck aus Haunetal, der sichtlich stolz auf die hochkarätige Wahlkampfunterstützung aus Berlin und Brüssel war. „Wir wären in Berlin schon weiter, wenn die SPD in der großen Koalition nicht immer auf der Bremse gestanden hätte“, sagte Lübeck.

Eine starke Wirtschaft, starker Zusammenhalt und ein starker Staat, der Sicherheit und Freiheit gewährleiste, seien für ihn Säulen christdemokratischer Politik. Mit Nachdruck warnte Lübeck vor einer möglichen rot-rot-grünen Koalition auf Bundesebene, die eine Katastrophe für die Wirtschaftsnation Deutschland wäre.

Mit diesen Positionen können wohl auch Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald und Ronshausens Rathauschef Markus Becker leben, die in diesem Jahr ebenfalls ihre Amtssessel verteidigen müssen und deshalb den Rückenwind aus Berlin zu schätzen wussten, wie in ihren Redebeiträgen deutlich wurde.

Nach dem Singen der Nationalhymne gab es deftige Gulaschsuppe zur Stärkung – denn Kraft werden in diesem anstrengenden Wahljahr alle Politiker brauchen.

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