Steiler Zugang ist gesperrt

Kampf um den Fußweg: Ortsbeirat Lispenhausen fordert weiter Erneuerung

Der Weg des Anstoßes: Eine beliebte Abkürzung auf dem Wanderweg zum Alheimer in Lispenhausen ist der Fußweg durch das Vogelwäldchen an der Schwarzenhaseler Straße. Er führt auf die Straße Zum Plattenhof. Aus Sicherheitsgründen wurde er gesperrt. Der hölzerne Handlauf ist nur noch in Teilen vorhanden, die Steinstufen sind verrutscht und bemoost. Foto: Schäfer-Marg

Lispenhausen. Der Ortsbeirat in Lispenhausen will, dass der Weg durch das Vogelwäldchen zum Alheimer erneuert wird - ob durch Förderung oder Haushalt. Wie sich zeigt, ist es aber nicht so einfach.

Sperrung hin oder her - der Weg durch das Vogelwäldchen an der Schwarzenhaseler Straße in Lispenhausen wird von Wanderern genutzt. Ungefährlich ist das nicht, der steile Zugang wurde aus Sicherheitsgründen bereits gesperrt. Der Ortsbeirat hat die Sanierung des Wegs schon lange beantragt und rang auch in seiner jüngsten Sitzung um Durchsetzung seiner Forderung.

Die Sanierung des Weges, mit 16 000 Euro veranschlagt, sollte mithilfe des Kommunalen Investitionsprogrammes (KIP) in Angriff genommen werden. Auf einer Projektliste, die auf Initiative der CDU von einem Arbeitskreis mit Unterstützung der Stadtverwaltung erarbeitet worden war, stand der Weg allerdings so weit hinten, dass er erst jetzt als „Nachrücker“ in Angriff genommen werden soll.

Antrag der CDU

Bürgermeister Christian Grunwald hatte dem Ortsbeirat erklärt, dass die Stadtverwaltung das Projekt ausgewählt hatte, weil ein anderes, mit einer ähnlichen Summe veranschlagtes Projekt, nun doch nicht realisiert wird.

Nachdem aber die CDU-Fraktion einen Antrag zur nächsten Stadtverordnetenversammlung vorgelegt hat - das machte Grunwald in der Ortsbeiratssitzung bekannt - stehen die Zeichen für den Weg zunächst auf Rot. Grunwald: „Wir müssen erst klären, wer über die Nachrücker entscheidet.“

Die CDU hat beantragt, dass dies der Haupt- und Finanzausschuss tun soll. „Wir wollen Klarheit“, erklärte CDU-Fraktionsvorsitzender Jonas Rudolph gegenüber der HNA. Derzeit sei man sich im Parlament nicht einig, ob der Arbeitskreis überhaupt noch besteht.

Ortsbeirat will den Weg

Im Ortsbeirat verknüpften die SPD-Abgeordneten das aktuelle Problem mit der Abstimmung über den Haushaltsplan der Stadt. Volker Heise meinte: „Der Ortsbeirat will den Weg. Wenn er nicht über das KIP-Programm umgesetzt wird, dann soll die Sanierung über den Haushaltsplan finanziert werden.“

Man wolle nicht mit leeren Händen dastehen, sollte die Sanierung nicht über das KIP laufen. Heise meinte weiter: „Wir haben den Eindruck, dass die größte Fraktion im Stadtparlament (die CDU, Red.) diese Maßnahme ablehnt.“

Bürgermeister warnte

Obwohl der Bürgermeister davor warnte, die Abstimmung über den 26-Millionen schweren Haushaltsplanentwurf von einer 16 000 Euro-Maßnahme abhängig zu machen, geschah genau dies: Die SPD-Mitglieder im Ortsbeirat enthielten sich bei der Abstimmung. Die der CDU befürworten den Haushaltsplanentwurf. Endgültig entscheiden wird jedoch das Stadtparlament am 2. März.

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