Sanierungs-Großprojekt soll 2022 abgeschlossen werden

Endspurt für Kanal- und Wasserleitungsbau in Süß

Der felsige Untergrund in der Straße Am Überloor ist eine Herausforderung: Das
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Der felsige Untergrund in der Straße Am Überloor ist eine Herausforderung: Das

3,1 Millionen Euro soll die Sanierung der Kanal- und Wasserleitungen in sechs Straßen in Süß kosten. In diesem Jahr soll das Projekt in die Schlussrunde gehen.

Süß - Für das Großprojekt in dem Nentershäuser Ortsteil rollen die Bagger seit Mitte 2020. Für 2022 stehen noch die langen Straßen Am Überloor und Auf dem Überloor im Auftragsbuch der Firma Laudemann aus Sontra. Der zum Teil felsige Untergrund ist in diesem Bereich eine besondere Herausforderung.

Mit der Kanalsanierung in der Straße Am Überloor hatte die Baufirma bereits Ende 2021 begonnen und war dort Mitte Dezember in die Winterpause gegangen, berichtet Armin Hast, der technische Leiter des Bereichs Wasser im Unternehmen Energienetz Mitte. Die Arbeiten führt das Unternehmen im Auftrag des Wasser- und Abwasserzweckverbands des Kreises Hersfeld-Rotenburg (WAZV) aus.

Wenn die Temperaturen mitspielen, sollen die Bauarbeiten in der zweiten Januarhälfte weitergehen. „Wenn der Boden nicht gerade einen halben Meter tief gefroren ist, spielt der Frost für den Kanalbau keine Rolle“, berichtet Hast. Leichter Frost ist den Baufirmen sogar ganz lieb. Dann sei der Boden nicht zu matschig. Frost ist allerdings ein Problem, wenn eine Wasserleitung beim Kanalbau im Weg liegt und deshalb zeitweise außer Betrieb genommen werden muss. Bei Frost kann dann die oberirdisch verlegte Notversorgungsleitung einfrieren.

Geplant ist, dass die Arbeiten an den Straßen Am Überloor und Auf dem Überloor bis zum Ende dieses Jahres abgeschlossen sind,

Nachdem 2020 die Kanal- und Wasserleitungen in der Hotzelgasse und der Straße Hinter der Gasse bis zur Feuerwehr abgearbeitet worden waren, sind die Bauarbeiten im Februar 2021 in der Schieferstraße entlang der Kirche und des Bürgerhauses gestartet. Auch dieser Abschnitt ist abgeschlossen. Auch in der Weidengasse war die Baufirma aktiv. Auf Wunsch der Gemeinde hat sie 2021 außerdem auf einem kurzen Stück Kanal und Wasserleitung in der Straße Hasselfeld bis zum Abzweig Braugasse mitsaniert.

Sind die Arbeiten des Großprojekts Ende 2022 abgeschlossen, ist damit ein großer Teil der Kanäle und Wasserleitungen in Süß saniert.

Bach verrohrt - neue Herausforderung

Eine enorme Herausforderung wird aber noch mal die Sanierung des verrohrten Weihe-Baches im Ort. Die Verrohrung verläuft entlang der Straße Am Graben, zweigt dann in die Braugasse ab, verläuft ein kleines Stück am Hasselfeld und dann quer über die Grundstücke in Richtung Weidengasse, berichtet Armin Hast. Denkbar ist wieder ein Gemeinschaftsprojekt. Wenn die Gemeinde sich entscheidet, die Verrohrung zu sanieren, könnte der WAZV parallel dazu den Kanal- und die Wasserleitungen in den betroffenen Straßen erneuern. Das aber ist noch Zukunftsmusik.

Für verrohrte Gewässer ist die Gemeinde zuständig. Sie hat ein Fachbüro beauftragt, die Rohre mit einer Kamera zu untersuchen. Die Ergebnisse liegen mittlerweile vor. „Die Verrohrung ist alt und sanierungsbedürftig“, betonte Bürgermeister Ralf Hilmes. Das Rohr der Weihe sei zum Teil sehr eng.

Das sei bei Starkregen ein Problem. Bei einer Sanierung müsse man dann ein größeres oder zwei kleine Rohre legen. Die Gemeinde sei im Gespräch mit den Fachbehörden.

Letztes Endes muss das Parlament entscheiden, ob und wann es in den kommenden Jahren Geld im Haushalt bereitstellt unter anderem für eine Untersuchung des Baugrundes, um eine Planung für die Sanierung der Verrohrung der Weihe auf den Weg zu bringen, sagte Bürgermeister Hilmes auf Anfrage unserer Zeitung.

Im Haushaltsentwurf der Gemeinde für 2022 sind 180 000 Euro eingeplant für die Restflächen, die nach dem Abschluss der Kanalsanierung in den Straßen Am Überloor und Auf dem Überloor noch asphaltiert werden müssen.

René Dupont

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