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Zwischen den Zeilen: Zur Wahlbeteiligung und über neue Windräder

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Kai A. Struthoff
Kai A. Struthoff © LUDGER KONOPKA

In dieser Woche schaut Kai A. Struthoff auf die Wahlmüdigkeit der Hersfelder und berichtet über das Lob aus Wiesbaden für Festspiel-Intendant Joern Hinkel.

Bad Hersfeld - Am morgigen Sonntag zählt in Bad Hersfeld jede Stimme: Immerhin geht es um die Zukunft unserer Kreisstadt. Deshalb verstehe ich auch nicht, warum nicht einmal die Hälfte der Wahlberechtigten im ersten Wahlgang ihre Stimme abgegeben hat. Das ist beschämend und ein Armutszeugnis für unsere Demokratie.

Gerade in einer Zeit, in der in den russisch besetzten Gebieten der Ukraine Referenden manipuliert und Menschen teils mit vorgehaltener Waffe an die Urne gezwungen werden, sollten wir froh und glücklich sein, frei und unabhängig wählen zu können. Das Wahlrecht ist auch eine Pflicht für jeden Demokraten. Hinzu kommt, dass wir in Hersfeld eine echte Wahl zwischen zwei qualifizierten, engagierten und sympathischen, aber eben auch durchaus unterschiedlichen Kandidaten haben.

Auch Anke Hofmann und Karsten Vollmar möchten ganz bestimmt von einer überzeugenden Mehrheit und nicht nur einem knappen Viertel der Bürger ihr Mandat erhalten. Also los, liebe Herschfellerinnen und Herschfeller, bewegt Euch. Wir sehen uns im Wahllokal!

Neuer kaufmännischer Geschäftsführer für Bad Hersfelder Festspiele gesucht

Eine der ersten Aufgaben für die neue Bürgermeisterin oder den neuen Bürgermeister wird es sein, einen neuen kaufmännischen Geschäftsführer für die Bad Hersfelder Festspiele zu finden. Keine besonders glanzvolle, aber eine sehr wichtige Position, die für Harald Benz sogar zum Schleudersitz geworden ist. Für ihn ist bislang noch kein Nachfolger bestimmt worden, darüber soll sinnvollerweise der neue Chef im Rathaus bestimmen.

Intendant Joern Hinkel hat unterdessen in Wiesbaden viel Lob aus höchsten politischen Kreisen für seine Arbeit in dieser Saison erhalten. Diese Rückendeckung wird ihm guttun, denn nach der Bürgermeisterwahl und dem Lollsfrieden wird vermutlich die finanzielle Bilanz der Festspiele zur Sprache kommen. Das Defizit fällt trotz starker Inszenierungen corona-bedingt offenbar höher aus, hören wir. Kein Wunder, überall kommen weniger Besucher, sogar beim Münchner Oktoberfest. Nun wird darüber nachgedacht, den Spielplan anzupassen und die Spielzeit zu verkürzen.

Oberbreitzbach und Mansbach: Rotorblätter für Windräder lassen auf sich warten

Eigentlich sollten sie die Region längst erreicht haben: Die ersten Rotorblätter für die im Bau befindlichen Windräder Oberbreitzbach und Mansbach. Ein besonders kniffliges Nadelöhr bei der Anlieferung sind dabei die letzten Meter über die schmale und kurvenreiche Landstraße zwischen Ransbach und der Baustelle. Doch bis zu dieser Engstelle haben es die 72,4 Meter langen Bauteile bisher noch gar nicht geschafft. Denn wie so oft sind Theorie und Praxis zwei Paar Schuhe: Erst hat ein Unfall den nächtlichen Schwertransport ausgebremst, dann ist noch eine Baustelle hinzugekommen, die der Spezial-Lkw nicht passieren kann.

Der Transport steht aktuell an einem Rastplatz – und wird dort auch das verlängerte Feiertags-Wochenende bleiben. Auf die Piste darf der Schwertransport erst wieder am Dienstagabend. Neue Ankunft in Hohenroda ist somit am Mittwochmorgen – zumindest, wenn ab jetzt alles nach Plan verläuft.

Was wird eigentlich mit dem geplanten neuen Steakhaus Timberjacks, fragen viele. Nun, die Abrissarbeiten – bis auf die alte Ford Autozentrale, in der sich aktuell noch eine Spedition befindet – sind abgeschlossen, teilen die Bauherrren vom VR-Bankverein mit. Sobald die Spedition ausgezogen ist, werde auch dieses Gebäude abgerissen. Die Abrissarbeiten sollen bis Ende Oktober abgeschlossen sein. Mit einem Baubeginn könne in 2023 gerechnet werden, wenn alle Genehmigungen vorliegen und die Wirtschaftlichkeit aufgrund der gestiegenen Baukosten gegeben sei. Klingt gut, aber etwas Unsicherheit bleibt. Wir Steak-Esser drücken die Daumen! (Kai A. Struthoff)

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