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Katar-WM: Bislang keine größeren Public Viewings in Waldhessen geplant

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Von: Christopher Ziermann

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Der FC Bayern München zeigt offenbar Interesse an Ridle Baku vom VfL Wolfsburg.
Katar-WM: Bislang keine größeren Public Viewings in Waldhessen geplant © ActionPictures/imago

Public Viewing ist seit der Heim-WM 2006 fester Bestandteil von Fußball-Weltmeisterschaften, auch in Waldhessen. Zur diesjährigen WM, die im Wüstenstaat Katar stattfindet, sind drei Wochen vor dem Eröffnungsspiel noch keine größeren Veranstaltungen geplant. Das ergibt eine Umfrage unserer Zeitung.

Hersfeld-Rotenburg – Als Gründe werden die kalte Jahreszeit, aber auch die Debatten um Missstände im Veranstalterland und beim Fußball-Weltverband Fifa angeführt.

In Rotenburg war die Entscheidung bei Stadt und Marketing- und Entwicklungsgesellschaft MER offenbar schnell gefallen. Geschäftsführer Torben Schäfer sagt: „Das hat einerseits moralische Hintergründe und andererseits haben wir mit dem Weihnachtsmarkt einfach genug zu tun. Der hat Vorrang.“ Ein Privatmann hatte in der Fuldastadt ein Public Viewing erwogen, seine Pläne aber auch schnell wieder beerdigt.

In Bad Hersfeld ist das Stadtmarketing noch in der Klärung. Die technisch-organisatorischen Voraussetzungen für ein Public Viewing auf dem weitgehend parallel stattfindenden Weihnachtsmarkt im Bad Hersfelder Stiftsbezirk seien geschaffen, teilt Stadt-Sprecher Meik Ebert mit. Schon im Vorjahr war dort eine LED-Leinwand angebracht, auf der Beiträge mit Weihnachtsbezug gespielt wurden. Eine Entscheidung solle nächste Woche zusammen mit dem Magistrat getroffen werden. Dabei setze man sich auch mit den „bundesweit und wohl auch lokal geführten eher politischen Diskussionen zur WM“ auseinander. Andere Veranstalter könnten ihre Angebote im Veranstaltungskalender der Stadt eintragen. Bislang ist das aber noch nicht geschehen. Das Stadtmarketing würde wahrscheinlich mit der Sportagentur Speed kooperieren, die auch schon in Eigenregie Public Viewings veranstaltet hat.

Auch in Bebra ist Lokschuppen-Betreiber Matthias Bähr noch am Abwägen. Fußball-Übertragungen kommen aber nur an Tagen infrage, wo noch keine anderen Veranstaltungen geplant sind. Die Fifa verlange allerdings Lizenzgebühren für das gesamte Turnier, so Bähr. „Das ist kompliziert und auch nicht besonders preiswert, gerade wenn man nur einzelne Spiele übertragen will.“ Zu Kontroversen um Katar und die Fifa sagt Bähr, dass man sich nach der Meinung der Menschen richten wolle. Daher ist eine Internet-Umfrage geplant. Man werde kein Angebot machen, das die breite Mehrheit nicht wolle – das Angebot aber auch schaffen, wenn es gewünscht und organisatorisch möglich sei.

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