Kein Geldautomat der Postbank in Bebra

Die Postagentur in Bebra: Das Schild am Eingang weist zwar auch auf die Postbank hin, einen Geldautomaten gibt es zurzeit aber weder hier noch anderswo in Bebra. Foto:  Jasmin Krenz/nh

Bebra. Zum fehlenden Geldautomaten der Postbank im Einkaufszentrum „das be!", der in einem Leserbrief vermisst wurde, äußert sich Stefan Knoche von der Stadtentwicklung Bebra (SEB).

Ein Geldautomat sei geplant, teilte Knoche mit. Auf unsere Nachfrage hin erklärte Ralf Palm, zuständig für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei der Postbank, es sei „Ziel, die Bargeldversorgung für unsere Kunden in Bebra weiter zu verbessern. Gemeinsam mit der Stadtentwicklung Bebra sind wir im Gespräch und suchen aktuell nach einem möglichen Standort für einen Geldautomaten.“ Wo und wann ein Gerät aufgestellt werde, könne man „zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht benennen“, sagte Palm.

Einseitiges Gespräch 

Das Gespräch mit der SEB ist aber offenbar etwas einseitig. Denn Stefan Knoche bemüht sich seit über drei Monaten um eine Lösung mit der Postbank.

Die Stadtentwicklung Bebra habe an der ehemaligen Post die alte Telefonzelle offen gehalten und warte seit Ende Oktober auf eine Rückmeldung der Postbank, berichtet Knoche - nach einem dritten Termin mit Technikern der Postbank zur Standortwahl. Der Standort - warm, trocken und hell - schien geeignet zu sein. Auf eine Vielzahl von E-Mails seit Oktober an die Postbank habe er bis heute keine Rückmeldung erhalten. Mit dem Ergebnis, dass ringsherum alles neu sei und sich nur noch in der Mitte eine rostige grüne Tür befinde. Dabei hätte die SEB das Objekt schon längst vermieten können.

Immer Schlangen 

Bis heute habe er nichts Offizielles von der Postbank erfahren, kritisiert Knoche - weder eine Zu- noch eine Absage. Schlangen in der Post habe es aber immer gegeben. Die Mitarbeiter, die die Postagentur betreiben, seien nicht für Entscheidungen der Deutschen Bank als Eigentümer der Postbank verantwortlich. Sie stünden zwar an der Front, könnten aber am allerwenigsten etwas dazu.

Die Möglichkeiten der Politik, in die Privatwirtschaft einzugreifen, seien gering, erklärt Knoche.

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