Auftaktveranstaltung in der Geistalschule

Kinder begegnen ihren Lieblingsautoren bei der Osthessischen Jugendbuchwoche

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Vorgelesen: Die Autoren (von links) Andreas Kirchgäßner, Jochen Till, Fredrik Vahle, Gisela Kalow, Thomas J. Hauck und Antje Wagner waren zur Eröffnung der Osthessischen Jugendbuchwoche an die Gesamtschule Geistal gekommen und hatten aus ihren Büchern einzelne Abschnitt vorgetragen.(Das vollständige Bild sehen Sie, wenn Sie auf das Kreuz oben rechts klicken.)

Bad Hersfeld. Zum Auftakt der Osthessischen Jugendbuchwoche in Bad Hersfeld kamen sechs der an der Lesewoche beteiligten Autoren und Autorinnen in die Geistalschule.

Carmen Schütrumpf begrüßte im Namen des Friedrich-Bödecker-Kreises, der die Lesewoche organisiert, und bedankte sich für das Engagement der Beteiligten, besonders auch der Klasse G 6a, die mit ihren kreativen Anmoderationen das vergnügliche Programm bereicherte.

Für Musik zwischendurch sorgte die Schulband von Holger Reuning. „Lesen ist ein Kulturwerkzeug, das wissen wir“, sagte Schulleiterin Andrea Zimmermann. Die Frage, die nun zu stellen sei, ist aber, wie man Schüler und Schülerinnen dazu bringt, zu einem Buch zu greifen und zu lesen.

Eine Umfrage habe folgenden Motivationsgrund zutage gebracht: „Ich lese, weil ich die Autoren kenne, sie gesehen und gesprochen habe.“ Deshalb findet die Jugendbuchwoche statt, um mit den Autoren und Autorinnen ins Gespräch zu kommen. Am Abend in der Schulaula ging dies ganz einfach.

Bei Kerzenschein und Wein

Die gemütliche Atmosphäre an runden Tischen bei Kerzenschein und einem Glas Wein oder Wasser schuf hierfür eine gute Voraussetzung. Andreas Kirchgäßner begann den Vorlesereigen. Die drei Schüler, die ihn vorstellten, fragten sich und das Publikum Bezug nehmend auf sein Buch „Traum-Pass“, was sie mit einem solchen Pass gerne täten. „Lehrer werden, um sich am Kiosk vorzudrängeln“, war eine Antwort. Kirchgäßner las eine in Isfahan spielende Geschichte vor und gab so Einblicke in die arabische Welt.

Gisela Kalow präsentierte die Erlebnisse der Ratte Remmer im Schlossmuseum Jever. Als Handpuppe war Remmer mitangereist und auf einem Bild waren die Schildkröte, die Eule „Sophus“, der Rabe „Jacob“ und „Fleda“ die Maus zu sehen.

Auftakt der Osthessischen Jugendbuchwoche in Bad Hersfeld

von links Gisela Kalow, Fredrik Vahle, Thomas J. Hauck, Antje Wagner, Carmen Schütrumpf, Andreas Kirchgäßner, Jochen Till © Vera Hettenhausen
Die Schulband © Vera Hettenhausen
Andreas Kirchgäßner © Vera Hettenhausen
Gisela Kalow © Vera Hettenhausen
Gisela Kalow mit Andreas Kirchgäßner © Vera Hettenhausen
Antje Wagner © Vera Hettenhausen
Büchertisch der Hoehlschen Buchhandlung © Vera Hettenhausen
Büchertisch der Hoehlschen Buchhandlung © Vera Hettenhausen
Die Schulband © Vera Hettenhausen
Anmoderation der Schüler aus der Klasse G6 © Vera Hettenhausen
Jochen Till © Vera Hettenhausen
Fredrik Vahle © Vera Hettenhausen
Elsa Arino Catalan © Vera Hettenhausen
Thomas J. Hauck © Vera Hettenhausen
 © Vera Hettenhausen
 © Vera Hettenhausen
 © Vera Hettenhausen
 © Vera Hettenhausen
von links Andreas Kirchgäßner, Jochen Till, Fredrik Vahle, Gisela Kalow, Thomas J. Hauck, Antje Wagner © Vera Hettenhausen

Antje Wagner übernahm den gruseligen Teil, als sie aus dem Thriller „Schattengesicht“ vorlas. An einer äußerst spannenden Stelle hörte sie natürlich auf, sodass sich einige neugierig Gewordene nachher am Büchertisch der Hoehlschen Buchhandlung einfanden.

„Eine typische Deutschstunde“ der Klasse G 6 brachte dann das Publikum zum Lachen. Keiner wollte „Faust“ lesen, dafür aber Werke von Jochen Till. „Vielleicht schreiben wir auch einmal so coole Bücher“, wünschten sich die drei Schüler auf der Bühne. Till und sein Vorleser Christian präsentierten humorvoll das Buch „Luzifer Junior“.

Frosch im Seerosenteich

Fredrik Vahle sang zunächst von der Stille. „Noch ein Gedicht oder eine Geschichte“, fragte er das Publikum. Dieses wünschte sich eine Geschichte und konnte sich daraufhin über den großen und kleinen Frosch am Seerosenteich amüsieren.

Für die erkrankte Autorin Iris Lemanczyk sprang Elsa Arino Catalan ein. Sie erzählte über einen Tag in Saragoza, allerdings auf spanisch. Zuletzt zog Thomas J. Hauck die Zuhörer in den Bann, als er seine Gedanken über „Hannahs Haar“ vortrug. Es war ein äußerst unterhaltsames Programm – lustig, geistreich, spannend und drollig. Das lag im Wesentlichen auch an den tollen Lesetechniken, die jede Menge schauspielerisches Talent zum Vorschein brachten.

Zum Vorlesen kommen die Autoren unter anderem an die Blumensteinschule in Obersuhl und an die Jakob-Grimm-Schule in Rotenburg.

Von Vera Hettenhausen

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