Kinder- und Jugendhospizverein weitet Arbeit nach Waldhessen aus

Gemeinsam lachen ist wichtig: Das wissen alle, die sich für „Kleine Helden“, das Kinder- und Jugendhospiz Osthessen, das jetzt seine Arbeit auch nach Bad Hersfeld ausweiten will, engagieren. Unser Bild zeigt von links: Vorsitzende Simone Filip, Christina Tost, Unterstützerin Saskia Hildwein, Andrea Ditzel (Trauer-, Familien-, Sterbe- und Hospizbegleiterin) und den 3. Vorsitzenden Bernd Schröder. Foto: Zacharias

Hersfeld-Rotenburg. Der Kinder- und Jugendhospizverein „Kleine Helden" aus Hünfeld weitet seine Arbeit in den Kreis Hersfeld-Rotenburg aus.

Das teilten Simone Filip und Bernd Schröder vom Vorstand des Vereins jetzt im Gespräch mit unserer Zeitung mit.

Der Verein kümmert sich mit zurzeit 32 ausgebildeten Familienbegleiterinnen und -begleitern, die ehrenamtlich arbeiten, sowohl um lebensbegrenzend kranke Kinder und deren Familien als auch um Kinder und Jugendliche, die einen nahen Angehörigen verloren haben. Gegründet worden ist der Verein vor fünf Jahren auf Initiative von Simone Filip. Anstoß war für sie die lebensbedrohliche Erkrankung ihres Sohnes. „Ich habe während dieser Zeit viele Kinder sterben sehen und die Not der Familien miterlebt“, erzählt Filip. Ihr Sohn ist wieder gesund geworden und sie hatte das Bedürfnis, ein Unterstützungsangebot für Kinder, Jugendliche und deren Familien ins Leben zu rufen. Zurzeit betreut der Verein knapp 30 erkrankte Kinder und neun trauernde Familien.

Der Bedarf an Begleitung ist auch im Landkreis Hersfeld-Rotenburg groß. Zurzeit werden fünf Ehrenamtliche aus dem Kreisgebiet ausgebildet, berichtet Filip. Diese Ausbildung dauert ein Jahr, besteht aus 100 Theorie- und 24 praktischen Unterrichtstunden und führt zu einem Zertifikat. Regelmäßige Weiterbildungen und Supervision wird von den Helfern erwartet, damit das Zertifikat nach zwei Jahren erneuert werden kann, erläutert Bernd Schröder. Der Verein selbst ist seit Dezember 2014 zertifiziert.

In Bad Hersfeld sollen die „Kleinen Helden“ jetzt einen eigenen Stützpunkt, eine Geschäftsstelle, erhalten. Im Gespräch sind die ehemaligen Räume der Gartenlaube am Kurpark. Unterstützt wird der Verein dabei von Apothekerin Saskia Hildwein, die in ihren Apotheken auch Taler für den Verein sammelt. In den Räumen sollen dann auch Fortbildungen, Workshops oder Treffen von Angehörigengruppen stattfinden.

Von Christine Zacharias

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