Beschluss gegen Spielplatz Kuttendelle: Eltern wehren sich

Einsatz für das Spielplatz-Projekt: Mit Unverständnis reagieren viele Heinebacher Eltern auf die ablehnende Haltung einiger Gemeindevertreter zum geplanten Spielplatz im Neubaugebiet Kuttendelle. Sie setzen sich für die baldige Schaffung des Spielplatzes an dieser Stelle ein. Dafür kamen sie jetzt zu einer Protestkundgebung zusammen, um mit ihren Kindern zu zeigen: Der Bedarf ist da. Foto: Privat/nh 

Heinebach. Mit großem Unverständnis reagieren viele Eltern in Heinebach auf den Parlamentsbeschluss gegen das Spielplatz-Projekt am Neubaugebiet Kuttendelle.

Den Plänen von Bürgermeister Georg Lüdtke (SPD), das etwa 87 000 Euro teure Vorhaben voranzutreiben und über eine Anmeldung als Leader-Projekt beim Landkreis zu 65 Prozent fördern zu lassen, hatte die CDU-Fraktion erstmal einen Strich durch die Rechnung gemacht - unsere Zeitung berichtete.

Mit elf Stimmen von CDU und dem fraktionslosen Andreas Stippich dagegen bei elf Stimmen der SPD-Gemeindevertreter für die Planungsumsetzung hatte Stimmengleichheit geherrscht. Die Beschlussvorlage des Bürgermeisters für die geplante Erlebnislandschaft am Heinebacher Neubaugebiet war somit abgelehnt worden.

Protestkundgebung 

Um zum Ausdruck zu bringen, dass aber ein akuter Bedarf für einen Spielplatz an dieser Stelle bereits jetzt vorhanden sei, und nicht, wie angeführt, erst dann, wenn der zweite Teilbereich des Neubaugebietes voll erschlossen ist, trafen sich jetzt einige Eltern mit ihren Kindern auf dem Gelände zu einer Protestkundgebung.

„Aufgrund von Urlaubsabwesenheit konnten leider nicht alle kommen, aber mit über 50 Kindern - nicht alle wollten mit aufs Bild - kann man einen Bedarf für den Spielplatz in der Kuttendelle wohl kaum leugnen“, berichtet SPD-Gemeindevertreter Mirko Kirchner.

Die Anwesenden seien sich einig darüber gewesen, dass der Spielplatz mit integriertem Naturerlebnispfad ein zentraler Treffpunkt für Kinder jeden Alters sein werde, den nicht nur Anwohner des Neubaugebiets Kuttendelle, sondern auch andere Heinebacher und ein Kinderspielkreis regelmäßig nutzen würden.

„Für einige war der seit über zehn Jahren geplante Spielplatz ein Grund, im Baugebiet Kuttendelle zu bauen und es wurde gemutmaßt, dass die übrigen Baugrundstücke, mit einem Spielplatz deutlich besser vermarktet werden könnten“, berichtet Kirchner. Auch er hatte sich, wie seine SPD-Fraktionskollegen, dafür ausgesprochen, den Bau der Erlebnislandschaft für die jungen Familien im Baugebiet Kuttendelle und in ganz Alheim voranzutreiben - und das für die Gemeinde kostengünstig.

Ein Mitarbeiter der Spielplatz-Fachfirma Eibe aus Röttingen bei Würzburg hatte die bisher angestellten ersten Planungen in der jüngsten Parlamentssitzung vorgestellt. Doch das hatte die CDU-Gemeindevertreter rund um den Fraktionsvorsitzenden Dieter Schönborn nicht überzeugt.

CDU bemängelt Überangebot 

Sie verlangten nach Planungsalternativen und forderten, dass vor einer Entscheidung die nicht in Gänze transparente Kostenfrage geklärt werden müsse. Zudem kritisierten sie, dass mit einem weiteren Spielplatz an dieser Stelle ein Überangebot geschaffen werde. Nun steckt das Projekt erstmal in der Warteschleife. Ob und wann es umgesetzt werden wird, ist unklar.

Von Peter Gottbehüt

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