Fuldaer Gericht setzt Strafe zur Bewährung aus

Landhotel Kirchheim: 16 Monate Haft für Pleitier

Fulda/Kirchheim. Die Insolvenz des Kirchheimer Landhotels am Hattenberg hatte für den Betreiber jetzt auch strafrechtliche Folgen. Er wurde zur einer Haftstrafe verurteilt.

Wegen Untreue in drei Fällen sowie Bankrotts und Insolvenzverschleppung in jeweils zwei Fällen hat die 2. Wirtschaftsstrafkammer einen 51 Jahre alten Kaufmann aus den Niederlanden zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und vier Monaten verurteilt.

Hinter Gitter muss der Angeklagte vorläufig nicht, denn die Vollstreckung der Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Das Gericht verhängte jedoch eine Geldauflage von 1500 Euro und verfügte darüber hinaus die Einziehung eines Betrages von 12 500 Euro. Dieser Betrag entspricht dem Stammkapital der Betreiber GmbH, das der Angeklagte mit der Eintragung ins Handelsregister der Gesellschaft gleich wieder entzogen und privat verwendet hatte.

Der Holländer war Geschäftsführer der Betreibergesellschaft und hatte im März 2013 Insolvenz anmelden müssen. Tatsächlich war das Unternehmen schon gegen Ende des Vorjahres im Grunde pleite. Vom Vorwurf der Beitragsvorenthaltung rückte die Kammer unter Vorsitz von Richter Joachim Becker jedoch ab, weil zwischendurch immer wieder Teilbeträge an die Sozialversicherung gezahlt wurden. Das Urteil bewegte sich in dem Rahmen, den das Gericht für den Fall eines Geständnisses gesteckt hatte. (ks)

Betreiber des Kirchheimer Landhotels vor Gericht

Rubriklistenbild: © David-Wolfgang Ebener/dpa

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