Unfallfahrzeuge unter der Lupe

Nach Busunglück bei Hersfeld: Reifen und Profil werden untersucht

Silvesterreise in den Tod: Vier Menschen waren bei dem schweren Busunglück auf der A4 zwischen Kirchheim und Hersfeld umgekommen. 

Kirchheim/Bad Hersfeld. Wie konnte sich das Busunglück am Dienstag mit vier Toten auf der A4 ereignen? Das ist immer noch nicht klar. Experten ermitteln deswegen auch heute weiter.

Nach dem schweren Busunglück gehen die Untersuchungen an den beiden Unfallfahrzeuge am Freitag weiter. Die Technik zu überprüfen sowie verstärkt Reifen und Profil unter die Lupe zu nehmen, werde der nächste Schritt sein, erklärte der Sicherheitsbeauftragte vom RDA Internationalen Bustouristik Verband, Johannes Hübner.

Der Reisebus war am Dienstag auf der Autobahn 4 zwischen dem Autobahndreieck Kirchheim und der Anschlussstelle Bad Hersfeld mit einem schlingernden Auto zusammengestoßen und etwa 50 Meter eine Böschung hinunter gestürzt. Die Unfallursache ist weiterhin unklar. Die Reisenden waren von der Pfalz auf dem Weg nach Leipzig, um dort den Jahreswechsel zu feiern.

Die Mehrheit der Verletzten ist mittlerweile wieder nach Hause zurückgekehrt. 13 Schwerverletzte liegen aber teilweise noch auf der Intensivstation.

Der RDA hatte die Leitplanken in dem Bereich der A 4 kritisiert. "RDA-Experten gehen davon aus, dass die nur 70cm hohen Leitplanken für einen rund 3 Meter hohen Hochdecker-Bus zu niedrig und nicht stabil genug sind, um abweisend zu wirken", hieß es in einer Mitteilung. Den Busfahrer treffe keine Schuld. (dpa)

Lesen Sie auch: Reportage vom Unfallort.  

Kartenansicht: Autobahn 4 bei Hersfeld

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