Sie sorgen sich ums Image

Stammgäste können Kritik an Kirchheimer Freibad nicht nachvollziehen

Fühlen sich wohl im Kirchheimer Freibad: Diese Dauerkarteninhaber können die Vorwürfe eines Aushilfs-Schwimmmeisters nicht nachvollziehen. Sie befürchten, dass dadurch das Image des Bades zu unrecht beschädigt wurde. Foto: Eisenberg

In der Auseinandersetzung um angebliche Hygiene- und Sicherheitsmängel im Kirchheimer Freibad erhält die Autobahngemeinde Unterstützung von einer Gruppe von Dauerkarten-Inhabern.

Am letzten Öffnungstag der Saison haben sich die Stammgäste an die Öffentlichkeit gewandt, weil die Vorwürfe, die ein Aushilfs-Schwimmmeister kürzlich gegen die Gemeinde erhoben hat (unsere Zeitung berichtete), aus dem eigenen Erleben absolut nicht nachvollziehbar seien.

„Das ist doch an den Haaren herbeigezogen“, schimpft Hans Fink und der Rest der Gruppe um Annemarie Klöpfel, Angelika Röth und Beate Laun nickt bestätigend. Sie seien stolz auf ihr Schwimmbad, das immer „top gepflegt“ sei, berichten die Dauerschwimmer, die nicht nur aus der Autobahngemeinde, sondern teilweise auch aus den Nachbargemeinden kommen. Die Grünanlagen seien gepflegt, die Eintrittspreise erschwinglich und das solargeheizte Wasser in den modernen Edelstahlbecken habe eine gute Qualität. Zudem sei das Bad äußerst kinderfreundlich, weil das Kinderbecken von jedem Platz aus einsehbar ist. Auch an der Sauberkeit in den Sanitäranlagen – einer der Vorwürfe des Schwimmmeisters – mangele es in ihren Augen nicht. Lob gibt es von den Dauerkarteninhabern auch für das Stammpersonal. Das sei in allen Bereichen freundlich und sehr um die Sicherheit der Badegäste bemüht. Stolz sind die Kirchheimer Schwimmer auch auf die große Edelstahlrutsche, die von dem Aushilfsschwimmmeister ebenfalls kritisiert wurde. An einen größeren Unfall in diesem Bereich kann sich niemand erinnern. Dass der mit der Krankheitsvertretung beauftragte Schwimmmeister die Sicherheit und Überstundenregelungen im Saisongeschäft – die sich seit Jahrzehnten bewährt hätten – in Frage stelle, können die Badegäste nicht nachvollziehen. „Wir sind überzeugt, dass sich die Anschuldigungen durch eine fachkundige Prüfung als haltlos erweisen“, sind sich die Dauerschwimmer einig.

RP prüft Unterlagen 

Das Regierungspräsidium Kassel werte derzeit die Unterlagen aus, sagt Pressesprecher Michael Conrad zum Hauptvorwurf des Mietschwimmmeisters, dass die Arbeitszeiten systematisch überschritten worden seien.

Den Stammgästen wäre es lieber gewesen, die Probleme wären am gemeinsamen Tisch im Rathaus besprochen worden. Denn durch die öffentlich geäußerten und gerüchteweise weitergetragenen Vorwürfe sei ein Imageschaden entstanden. Das schrecke manchen ab, eine Dauerkarte für die kommende Saison zu kaufen. Die Einnahmen würden dann auch für den Erhalt ihres Bades fehlen, fürchten die Stammgäste.

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