Besitzer des Festplatzgeländes will Vertrag mit Gemeinde nicht verlängern

Kirmes muss umziehen

Lange Tradition: Festzug zur Kirmes in Ronshausen im Jahr 2002. Auch damals fand sie auf dem Gelände In der Au statt. Archivfoto: nh

Ronshausen. Für die Kirmes in Ronshausen muss vermutlich ein neuer Platz gesucht werden. Der Besitzer des Festplatzgeländes In der Au will dieses nicht weiter zur Verfügung stellen, teilte Bürgermeister Friedhold Zilch (SPD) am Donnerstag den Gemeindevertretern mit.

Seit 1974 wird die Ronshäuser Kirmes auf dem Gelände In der Au gefeiert. Eigentümer Hans Fend erlaubte der Gemeinde damals auf dem ehemaligen Dreschplatz zu feiern, später kam zu dem Festplatz noch ein Wiesengrundstück hinzu – dort wird seitdem das Kirmeszelt aufgestellt. „Ich mache das seit 36 Jahren. Aber jetzt bin ich Rentner und möchte mich in den Ruhestand zurückziehen“, begründet Fend seine Entscheidung.

Bereits vor zwei Jahren hatte er beschlossen, sein Grundstück nicht mehr als Festplatz bereitstellen zu wollen. Daraufhin hatte ihn die Gemeinde wegen zwei besonderer Termine um eine Verlängerung gebeten, dem 100-jähriges Bestehen des Turnvereins in diesem und die 950-Jahrfeier Ronshausens im nächsten Jahr. „Damals hatte ich zugestimmt, den Vertrag bis Ende des Jahres 2011 zu verlängern.“ Nun möchte er endgültig aussteigen, auch weil ihm die Pflege des Geländes zu anstrengend geworden sei. Der Bürgermeister will jedoch versuchen, den Eigentümer erneut umzustimmen: „Ich hoffe dass er seine Entscheidung rückgängig macht“, sagte Zilch. Denn Alternativen seien schwer zu finden: „In der Au ist ein befestigter Platz mit Strom und Wasserleitungen. Zudem sind die Anwohner dort seit Jahren an die Kirmes gewöhnt. Eine vergleichbare Möglichkeit gibt es nicht in Ronshausen.“

Etwas optimistischer sieht Helmut Miska das Ganze, er ist Vorsitzender der Vereinsgemeinschaft Ronshausen. „Ich gehe davon aus, dass wir einen Weg finden, unsere Kirmes weiter zu feiern.“ Doch auch er will noch einmal das persönliche Gespräch mit Eigentümer Hans Fend suchen.

Von Irene Habich

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