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Klärwerke: Schenklengsfelder Parlament will Informationen bis spätestens September

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Von: Jan-Christoph Eisenberg

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Handlungsbedarf: Die Schenklengsfelder Gemeindevertreter wollen rechtzeitig mit allen notwendigen Informationen versorgt werden, bevor sie im Herbst über die Kläranlagen in Malkomes (
Handlungsbedarf: Die Schenklengsfelder Gemeindevertreter wollen rechtzeitig mit allen notwendigen Informationen versorgt werden, bevor sie im Herbst über die Kläranlagen in Malkomes ( © Mario Reymond

Die endgültige Entscheidung über die Zukunft der Schenklengsfelder Kläranlagen soll im kommenden Oktober fallen.

Schenklengsfeld - Damit rechtzeitig vorher alle notwendigen Informationen vorliegen, drücken die Gemeindevertreter jetzt aufs Tempo und haben dem Gemeindevorstand während ihrer jüngsten Sitzung am Donnerstagabend Fristen gesetzt.

Für die Kläranlage in Malkomes stehen als Alternativen seit geraumer Zeit die Sanierung oder der Anschluss an die Kreisstadt Hersfeld im Raum – in beiden Fällen in Kooperation mit der Nachbargemeinde Friedewald, die ihre eigene Anlage voraussichtlich aufgeben wird. Als Ersatz für die Kläranlage in Wippershain kommt neben dem zwischenzeitlich favorisierten Anschluss ans Kanalnetz der Gemeinde Hauneck auch ein Neubau infrage (unsere Zeitung berichtete).

Endgültig entschieden haben muss das Gemeindeparlament bis 31. Oktober, weil anderenfalls die Aufsichtsbehörden zu Zwangsmaßnahmen in Form einer wasserrechtlichen Sanierungsanordnung greifen. Um genügend Zeit für Rückfragen und die Klärung möglicher Probleme zu haben, sollen den Mandatsträgern sämtliche Unterlagen bis spätestens zur Gemeindevertretersitzung im September vorliegen. Einen entsprechenden Antrag der Bürgerliste beschloss das Gemeindeparlament einstimmig. „Wir möchten so verhindern, dass am Ende zu wenig Zeit bleibt, uns mit den Unterlagen auseinanderzusetzen“, begründete der Fraktionsvorsitzende Andre Wenzel den Antrag. Auch Bürgermeister Carl Christoph Möller bezeichnete diesen Zeitpuffer als sinnvoll.

Zur Kläranlage in Malkomes möchten die Parlamentarier schon deutlich früher, nämlich bis Juli, eine Art Zwischenstand. Einen entsprechenden Antrag der Fraktion Zukunft Miteinander (Zumit) beschlossen die Gemeindevertreter ebenfalls einstimmig. Dazu soll unverzüglich eine von den Behörden geforderte Kosten-Nutzen-Rechnung in Auftrag gegeben werden. Ebenso sollen sofort Gespräche mit der Gemeinde Friedewald und der Stadt Bad Hersfeld geführt werden. „Wir müssen Meilensteine setzen, argumentierte Zumit-Fraktionschef Dr. Frank Klein. Dabei gelte es, Geschwindigkeit in das Verfahren zu bringen.

Angesichts der umfangreichen Investitionen in den Bereichen Wasser und Abwasser steht eine kontinuierliche Berichterstattung über den Sachstand der Projekte künftig als fester Punkt auf der Tagesordnung der Parlamentssitzungen. So informierten am Donnerstagabend Vertreter des mit der Planung beauftragten Büros Lorenz über den aktuellen Stand bei der Sanierung von Kanälen und Wasserleitungen in Wippershain. Demnach soll der erste Bauabschnitt voraussichtlich im Juni beginnen, die Kostenschätzung liegt bei 595 000 Euro für die Kanäle sowie 450 000 Euro für die Wasserleitungen. Der zweite Bauabschnitt soll im Jahr 2023 folgen. Währen bei den beiden ersten Abschnitten aufgrund des schlechten Zustandes wohl in offener Bauweise gearbeitet werden muss, könne bei einem danach angedachten dritten Abschnitt zumindest teilweise auch das sogenannte Inliner-Verfahren angewendet werden, erklärte Planer Heiko Dorn.

Von Jan-Christoph Eisenberg

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