An der Kinderuni in Heinebach lernten Jungen und Mädchen Zusammenhänge kennen

Klima leicht verständlich

Spannende Experimente: Barbara Grumm, Johannes Lutz, Friedel Heilmann und Stefan Rötzel, von links, beobachten gespannt, wie sich durch die unterschiedlichen Temperaturen eine Strömung aufbaut – ein Golfstrom im Kleinen, durch Tinte sichtbar gemacht. Foto: nh

Heinebach. Wie erklärt man die Zusammenhänge des Klimawandels so, dass sie auch Kinder zwischen neun und zwölf Jahren begreifen können? Mit dieser spannenden Frage beschäftigt sich Stefan Rötzel von der Kinderuni Klimawandel, der jüngst eine sehr kurzweilige Vorlesung für verschiedene Schulklassen und Gruppen hielt.

Eingeladen hatte dazu die Interkommunale Zusammenarbeit Bebra, Rotenburg, Alheim, kurz Zubra. Die Räume der Kirchner Solar Group in Heinebach boten die passende Kulisse für ein großes Klimazonenpanorama, tolle Animationen und spannende Experimente, mit denen die komplexen Wirkungsketten und physikalischen Gesetze, die unser Klima bestimmen, einprägsam anschaulich wurden. Wer diese Vorlesung besuchte, konnte hinterher aus den gesehenen Bildern genau erklären, wie sich das verhält mit Erde und Sonne, den Jahreszeiten und der Atmosphäre. Viele der jungen Zuschauer hatten während des Vortrags Gelegenheit, selbst auf der Bühne zu stehen und bei der Darstellung der Modelle mitzuwirken.

Die Kleinen im Wasser lassen

Welche Fischfangmethode ist besser? Zwei mögliche Vorschläge wurden von den Schülern diskutiert, am Ende wusste jeder, warum es besser ist, die kleinen Fische schwimmen zu lassen, bis sie groß sind – ein Lehrbuchbeispiel für Nachhaltigkeit. Fasziniert beobachteten die Zuschauer, wie vor ihren Augen ein Golfstrom im Kleinen entstand. Dass dieser auch durch das starke Abtauen der polaren Eismassen nicht zum Erliegen kommt, ist nur eine der vielen Erkenntnisse, die die Klimaforscher in den vergangenen Jahren gewonnen haben.

Wichtig ist für die Klimaforscher das Wissen über die vielen Anpassungsprozesse, die in der Natur ständig ablaufen. „Wenn sich Umweltbedingungen ändern, verändert sich auch die Pflanzen- und Tierwelt“, erklärte der Referent, der wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni Kassel ist. Und auch, dass einzelne Wetterereignisse nichts über die gesamte klimatische Situation aussagen können, wurde er nicht müde zu betonen. Das Gesamtsystem Erde müsse betrachtet werden, um die Veränderungen zu verstehen, die rund um den Globus spürbar werden.

Unterstützt werden die Kinderuni-Veranstaltungen vom Hessischen Landesamt für Geologie und Umwelt (HLUG). Wegen eines gemeldeten Schneetiefs mussten viele der über 200 angemeldeten Personen leider absagen. Doch waren sich die Veranstalter einig, dass die Kinderuni Klimawandel im nächsten Jahr erneut nach Alheim kommen sollte. (red)

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