Sozialdemokraten wählten in Heringen Kandidaten für Kreistagsliste - Unterstützung für K+S

Kommunalwahl 2016: Kreis-SPD mit Torsten Warnecke an der Spitze

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82 Delegierte bestimmten in Heringen die Kreistagsliste der SPD. Vorne Spitzenkandidat Torsten Warnecke.

Heringen. Im Heringer Bürgerhaus haben die Sozialdemokraten aus dem Kreis Hersfeld-Rotenburg am Freitagabend die Kandidaten für die Kreistagswahl am 6. März 2016 festgelegt.

Angeführt wird die 92 Kandidaten umfassende Liste vom SPD-Landtagsabgeordnetem Torsten Warnecke aus Bad Hersfeld. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Kristina Kindler aus Bebra und Manfred Fehr aus Rotenburg.

Torsten Warnecke

Bei der Aufstellung der Liste für den Kreistag wurde auf den Anteil von Frauen geachtet, zudem sollte jede Kommune des Landkreises vertreten sein. Unter den Kandidaten befinden sich altbekannte ebenso wie neue Namen, Alt und Jung, Parteimitglieder und Nichtmitglieder. Auch die fünf SPD-Bürgermeister im Kreis Hersfeld-Rotenburg stehen auf der Liste: Manfred Koch (Kirchheim), Ralf Orth (Philippsthal), Georg Lüdtke (Alheim), Dirk Noll (Friedewald) und Ralf Hilmes (Nentershausen).

Die Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz ist nicht darunter, da sie ohnehin im Kreistag vertreten ist.

Der Kreistag ist das oberste Organ des Landkreises. Er trifft wichtige Entscheidungen und überwacht die gesamte Verwaltung. 82 Delegierte beteiligten sich an der Wahl.

Der Unterbezirksparteitag im Überblick:

Die Liste 

92 Namen umfasst die quotierte Kreistagsliste der SPD, deren Aufstellung laut Torsten Warnecke nicht einfach war. Unter fünf Kandidaten sollten bis Platz 40 je zwei Frauen vertreten sein – auf der Liste mit einem roten F gekennzeichnet, „der Farbe der Liebe“. Zudem will die SPD als einzige Fraktion mit allen Kommunen im Kreistag vertreten sein. 61 Namen werden bei der Wahl auf dem Stimmzettel stehen. Von den 82 Delegierten stimmten am Freitagabend 76 mit Ja für die gesamte Liste, einer enthielt sich, zwei Stimmzettel waren ungültig und der Rest kreuzte einzelne Kandidaten an. Diese Stimmzettel wurden später ausgezählt.

Die Kandidaten 

Unter den Kandidaten sind altbekannte und neue Namen, langjährig Engagierten ebenso wie Nachwuchskräfte der Jusos. Auch drei Nichtparteimitglieder stehen auf der Liste, denn auch diese könnten „sozialdemokratische Politik machen“, so Warnecke. Angeführt wird die Liste vom Landtagsabgeordneten Torsten Warnecke (Bad Hersfeld), auf den Plätzen zwei und drei folgen Kristina Kindler (Bebra) und Manfred Fehr (Rotenburg). Auch alle fünf SPD-Bürgermeister des Landkreises wollen in den Kreistag: Manfred Koch (Kirchheim), Ralf Orth (Philippsthal), Georg Lüdtke (Alheim), Dirk Noll (Friedewald) und Ralf Hilmes (Nentershausen). Nicht aufstellen lassen hat sich die Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz, die ohnehin im Kreistag vertreten ist und auch nach dem 6. März ihr Amt behalten wolle. Die komplette Liste wird die SPD in Kürze auf ihrer Homepage veröffentlichen.

Der Moderator 

Vorgestellt wurde die umfangreiche Liste durchaus unterhaltsam von Helmut Miska, der alle Kandidaten kurz vorstellte. Als „Grandseigneurs“ bezeichnete er den Kreistagsvorsitzenden Horst Hannich (Schenklengsfeld), liebevoll als „Oma“ betitelte er Christel Stumpf (Friedewald), der schönste Bürgermeister ist für ihn Dirk Noll und ein Wadenbeißer im positiven Sinne Bernd Holzhauer. Von der absoluten Mehrheit bei der Wahl habe er immerhin schon geträumt.

Die Anträge 

Vier Resolutionen haben die Sozialdemokraten jeweils einstimmig verabschiedet. Zum einen zeigten sie sich solidarisch mit den Mitarbeitern von K+S als größtem Arbeitgeber der Region, die von den angekündigten Produktionsstopps betroffen sind. Sie fordern die CDU-geführte Landesregierung auf, die Genehmigung für eine reibungslose Produktion schnellstmöglich zu erteilen. In den vergangenen Jahren habe es bereits deutliche Verbesserungen für die Umwelt gegeben. Auch den Beschäftigten des vor Schließung stehenden Unternehmens RKW sagt die SPD im Kreis ihre Unterstützung zu. Das Wirtschaftsministerium wird aufgefordert, eventuelle mit einer Standortverlegung verbundene Fördermittel gegebenenfalls zu versagen. Weiterhin wollen sich die Genossen für hauptamtliche Bürgermeister auch in kleinen Gemeinden sowie eine gute Infrastruktur im Kreis einsetzen.

Mehr lesen Sie in der HZ am Montag.

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