Bewerben bis 31. Oktober

Stark für Vielfalt: Initiative zeichnet erstmals Projekte im Kreis Hersfeld-Rotenburg aus

Um Integration geht es beim Wettbewerb „Kommune der Vielfalt“.
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Um Integration geht es beim Wettbewerb „Kommune der Vielfalt“.

Spangenberg will es werden und Melsungen auch: „Kommune der Vielfalt“. Aus dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg gibt es allerdings noch keine Bewerber.

Hersfeld-Rotenburg – Bewerben können sich alle Kommunen, die sich mit Hilfe von Vereinen, Organisationen und Kirchengemeinden für ein tolerantes, respektvolles und diverses Miteinander einsetzen. Erstmals zeichnet jetzt die Initiative „Offen für Vielfalt – Geschlossen gegen Ausgrenzung“ zusammen mit dem Regierungspräsidium Kassel Kommunen aus, die sich im ländlichen Raum für gelebte Vielfalt stark machen. Und das bedeutet, alle Städte und Gemeinden im Kreis haben die Chance, für ihre Projekte neben Anerkennung auch Geld zu bekommen.

Bewerbung bis Ende Oktober möglich

Vereine, Initiativen, Organisationen und Kirchengemeinden können sich mit ihrer jeweiligen Kommune für den Preis „Kommune der Vielfalt“ bewerben. Insgesamt stehen 28 000 Euro zur Verfügung. Teilnahmeschluss: 31. Oktober. Der Wettbewerb wird von der Bundeszentrale für politische Bildung unterstützt. Die Gewinner werden Anfang Dezember ausgezeichnet. Weitere Informationen: per E-Mail an kontakt@offenfuervielfalt.de oder unter offenfuervielfalt.de.

Beim Preis „Kommune der Vielfalt“ gehe es um mehr als ums Geld, sagt Dagmar Krauße von „Offen für Vielfalt“. Indem sie online auf der „Landkarte der Vielfalt“ abgebildet werden, sind die Teilnehmer Inspiration für weitere Projekte. Die Städte und Gemeinden spielten eine Schlüsselrolle, wenn es darum gehe, Teilhabe und Zusammenhalt zu gestalten. Außerdem sollen die Vielfalts-Kommunen besser vernetzt werden – um neue Projekte zu entwickeln, die zeigen, dass es im Kreis und darüber hinaus keinen Platz für rechte Hetze, Diskriminierung und Intoleranz gibt.

Bereits seit drei Jahren zeichnet „Offen für Vielfalt“ in Kassel Projekte aus, die sich für Integration, Inklusion, Teilhabe und interkulturelle Verständigung einsetzen. „Mit der Erweiterung unseres Wettbewerbs gehen wir nun gezielt in den ländlichen Raum“, so Dagmar Krauße, die selbst aus Nentershausen kommt und sich über Bewerber aus ihrem Heimat-Kreis freuen würde. Zumindest Interesse gibt es von einer Gruppe aus Nentershausen, berichtet Bürgermeister Ralf Hilmes auf Nachfrage. „Für die Bewerbung braucht es Akteure wie Vereine und andere Organisationen, und viele Vereine müssen nach der Corona-Zeit erst mal wieder auf die Beine kommen. Die Gemeinde unterstützt das natürlich.“ Er findet es schade, dass pro Landkreis nur ein Bewerber ausgezeichnet werden solle. (Maja Yüce/Christopher Ziermann)

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