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Kommunen in Hersfeld-Rotenburg haben gemeinsam Atemschutzgeräte gekauft

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Von: Christopher Ziermann

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Rettungswagen als Symbolbild
Kommunen in Hersfeld-Rotenburg haben gemeinsam Atemschutzgeräte gekauft © Martin Wagner/Imago

Ein Großteil der Feuerwehren im Landkreis kooperiert künftig in einem zentralen Aufgabenfeld: bei den Atemschutzgeräten, die nach Gerätehäusern und Fahrzeugen meist die drittgrößte Kostenstelle sind.

Hersfeld-Rotenburg – Zwölf Kommunen haben Geräte des selben Herstellers angeschafft. Rotenburg, Bebra und Friedewald haben darüber hinaus einen Atemschutzverbund gegründet. In Bad Hersfeld laufen die Vorbereitungen dafür.

Das Prinzip: Rotenburg, Bebra und Friedewald haben einen gemeinsamen Pool von Geräten angeschafft, die zentral in Rotenburg gewartet werden. Das hat auch den Vorteil, dass weniger Ersatzgeräte vorgehalten und bezahlt werden müssen, erklärt Rotenburgs Stadtbrandinspektor Jörg Fleischhut, der nach dem Vorbild anderer Landkreise die Idee entwickelt hat. In Zahlen: Rotenburg unterhielt bislang 25, Bebra 20 Ersatzgeräte.

In Bad Hersfeld kommt laut Stadtbrandinspektor Frank Jakob das gleiche Konzept. Dort beteiligen sich neben der Kreisstadt auch Ronshausen, Breitenbach/H., Neuenstein und Wildeck. Die Zuordnung nach Rotenburg oder Bad Hersfeld orientiert sich an den Fahrtdistanzen.

Mit Hohenroda, Ludwigsau, Kirchheim und Schenklengsfeld waren vier weitere Kommunen bei Schritt eins dabei. Teils wird dort weiter eigenständig gewartet, teils laufen noch Verträge mit externen Dienstleistern.

Kreisbrandinspektor Marco Kauffunger ermutigte Fleischhut, die Idee kreisweit vorzustellen. „Ich bin ein großer Freund von Vernetzung. Wenn alle die gleichen Geräte haben, macht das Einsätze und Ausbildung einfacher. Wenn man voneinander profitieren kann, wie in diesem Fall, hat das Vorbildcharakter“, sagt er.  

In Rotenburg war die Anschaffung einer größeren Zahl von Atemschutzgeräten notwendig. Bei Großbestellungen mehrerer Kommunen gibt es günstigere Stückpreise. Die zwölf Städte und Gemeinden haben zusammen mehr als 500 Geräte geordert. Außerdem sind beim Mietkaufvertrag die turnusgemäßen Ersatzteile für zehn Jahre inbegriffen. Die beteiligten Kommunen zahlen monatliche Raten, müssen also nicht einmalig große Summen aufbringen.

In Alheim etwa waren im knapp kalkulierten Haushalt für das laufende Jahr 90 000 Euro für den Kauf neuer Geräte nötig. Dafür musste die Gemeinde an anderen Ecken, auch im Feuerwehrbereich, sparen. Rotenburg (1150 Euro), Bebra (1000 Euro) und Friedewald (435 Euro) zahlen monatliche Raten. Diese drei Kommunen rechnen für die Kooperation insgesamt mit Fördergeld in mittlerer fünfstelliger Höhe.

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