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Konzept fürs Baden entwickelt: Arbeitsgemeinschaft informiert zum Niederellenbacher See

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Von: Carolin Eberth

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In der Debatte um den Niederellenbacher See bahnt sich ein Ende an, im April soll die Gemeindevertretung abstimmen. Davor möchte die Arbeitsgemeinschaft Ellenbacher See neue Erkenntnisse veröffentlichen.
In der Debatte um den Niederellenbacher See bahnt sich ein Ende an, im April soll die Gemeindevertretung abstimmen. Davor möchte die Arbeitsgemeinschaft Ellenbacher See neue Erkenntnisse veröffentlichen. © Viktoria Fischer/Archiv

Was wird aus dem Niederellenbacher See? Dazu lädt die Arbeitsgemeinschaft (Arge) Ellenbacher See für Donnerstag, 10. März, ab 19.30 Uhr, zu einer Informationsveranstaltung in der Halle an der Straße Auf der Welle 10 in Heinebach ein.

Niederellenbach – Die Arge befasst sich seit vier Monaten mit den Möglichkeiten, wie das Areal um den Niederellenbacher See für verschiedene Interessen genutzt werden und öffentlich zugänglich bleiben kann.

Hintergrund waren die verhärteten Positionen zwischen der Firma Beisheim, dem Verein Niederellenbacher See und der Gemeinde, die über den Verkauf des Sees nachdenkt – wir berichteten mehrfach.

Gemeindevertretung Alheim will im April über Zukunft des Sees abstimmen

Die Arge habe nun Informationen von verschiedenen Experten zusammengetragen und sich bei vergleichbaren Seen, die nach Gipsabbau geschaffen wurden, umgesehen, heißt es in einer Pressemitteilung. Mit diesen Erkenntnissen sei ein Konzept entwickelt worden, das einen Umgang mit den Gefahrstellen findet und auch eine Badenutzung ermöglicht. Dieses will sie der Öffentlichkeit vorstellen und aufzeigen, wie es realisiert werden kann, heißt es von der Arbeitsgemeinschaft.

Weil die Gemeindevertretung Alheim im April abschließend über die Zukunft des Sees entscheiden will, geht es nun in die entscheidende Phase. Jetzt könne mit einer möglichst breiten Unterstützung der Bürger noch Einfluss genommen werden. „Danach sind Tatsachen geschaffen, die sogar ein Betreten des Areals für immer verhindern können“, teilt Martin Spieker von der Arge mit. Bei ihrer ersten Aktion habe die Gruppe über 600 Unterschriften gesammelt, die ihr Interesse an einer Badenutzung unterstützen.

Es bleiben noch drei Varianten, was mit dem See passieren könnte

In der jüngsten Parlamentssitzung hatte Bürgermeister Jochen Schmidt mitgeteilt, dass in der Debatte um den See noch drei Optionen übrig bleiben. Bei der ersten Variante würde das Gelände verkauft werden. Der Gemeinde liegen Angebote der Baufirma Beisheim und des Bürgervereins Niederellenbacher See vor. Eher unrealistisch sei es, dass der See an den Verein verkauft werde, da das Wertgutachten einen Wert von 60 000 Euro festgelegt habe und die Gemeinde Vermögensgegenstände in der Regel nur zu ihrem vollen Wert veräußern könne.

Statt den See zu verkaufen, könnte die Gemeinde bei der zweiten Variante Eigentümer des Grundstücks bleiben und einen Pachtvertrag mit Beisheim oder dem Bürgerverein abschließen.

Bei der dritten Variante bliebe das Gelände im Eigentum der Gemeinde und würde nicht verpachtet werden. Diese Option sei laut dem Bürgermeister eher unrealistisch, weil dann das Haftungsrisiko für die Gemeinde weiterhin bestehen würde. (Carolin Eberth)

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