2071 Personen im Dezember arbeitslos gemeldet

Arbeitsmarkt im Kreis Hersfeld-Rotenburg: Quote durch milden Winter stabil

 dpa-Bildfunk +++
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Die Arbeitslosenzahlen sind im Kreis Hersfeld-Rotenburg stabil. Viele offene Stellen gibt es unter anderem im Logistikbereich.

Der Arbeitsmarkt im Kreis Hersfeld-Rotenburg bleibt robust. Ein Grund: In den Außenberufen kann wegen der milden Witterung weiter gearbeitet werden.

Hersfeld-Rotenburg – Die Situation auf dem Arbeitsmarkt bleibt in Waldhessen auch weiterhin stabil. Im Dezember lag die Arbeitslosenquote wie schon im November bei 3,2 Prozent. „Der für den Winter typische Anstieg bei Männern fiel bisher relativ gering aus, weil aufgrund der milden Witterung in den Außenberufen gearbeitet werden konnte“, sagt Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda. Arbeitslos gemeldet sind im Landkreis 2071 Personen – 355 weniger als vor einem Jahr.

Weiter Kraftfahrer und Altenpfleger gesucht

Für eine insgesamt solide Konjunktursituation spricht laut Dombrowski der Bestand an Stellen. Gegenwärtig liegen dem Arbeitgeberservice im Landkreis Hersfeld-Rotenburg 1324 Stellen zur Besetzung vor – 193 mehr als vor einem Jahr. Besonders gesucht werden Berufskraftfahrer sowie Personal im Lager- und Logistikbereich. Hoher Bedarf an Personal besteht darüber hinaus insbesondere im Verkauf, in der Altenpflege sowie in verschiedenen Gewerken des Handwerks.

Kurzarbeit weiter genutzt

Der Arbeitsmarkt ist laut Dombrowski aber auch nur deswegen so stabil, weil das Instrument der Kurzarbeit genutzt werden kann. „Das wird weiterhin zur Stützung der heimischen Wirtschaft in Anspruch genommen. Aktuell erreichen uns wieder vermehrt Anfragen nach Kurzarbeitergeld, insbesondere aus dem Hotel- und Gaststättenbereich. Aber auch die Lieferkettenprobleme machen sich nach wie vor bemerkbar.“

191 Personen unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet

Es gilt wie schon den gesamten Herbst: Für Menschen unter 25 Jahren ist die Situation am Arbeitsmarkt nicht so gut wie für die übrige Bevölkerung. 191 Männer und Frauen unter 25 Jahren sind arbeitslos gemeldet – ein leichter Anstieg gegenüber November, als 185 Personen betroffen waren. Das ist laut Dombrowski vor allem auf das Auslaufen befristeter Verträge zurückzuführen, die im Kontext des kritischer werdenden Pandemiegeschehens nicht verlängert worden seien. Trotzdem ist auch bei den jungen Menschen die Situation deutlich besser als 2020, als 31 Personen mehr arbeitslos waren.

Die sogenannte Unterbeschäftigungsquote, die auch die Menschen erfasst, die in einer „arbeitsmarktpolitischen Maßnahme“, vorübergehend krank oder älter als 58 Jahre sind und Hartz-IV beziehen, liegt bei 4,0 Prozent (Vormonat: 4,1; Vorjahr: 4,8). (Christopher Ziermann)

Weniger Schwerbehinderte ohne Job

Am meisten profitiert laut der Statistik von den Gruppen, die einzeln erhoben werden, derzeit die Gruppe der Schwerbehinderten: 202 sind arbeitslos gemeldet. Das sind neun weniger als im Vormonat und 64 weniger als vor einem Jahr. (czi)

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