Werte liegen unter dem zulässigen Höchstwert - EU klagt gegen Deutschland

Kreis Hersfeld-Rotenburg: Nitratgehalt in Brunnen und Trinkwasser sinkt

Hersfeld-Rotenburg. Die Brunnen in der Region, aus denen unser Trinkwasser gewonnen wird, sind nur mäßig mit Nitrat belastet. So liegen die Werte fast überall deutlich unter dem zulässigen Höchstwert von 50 Milligramm.

Das ergaben Nachfragen bei der Arbeitsgemeinschaft für Land- und Wasserwirtschaft (AGLW) sowie bei den Stadtwerken in Bad Hersfeld und Bebra. Anfang der Woche hatte die EU eine Klage gegen Deutschland wegen zu hoher Nitratbelastung im Grundwasser eingereicht. Dabei spielt unsere Region wegen fehlender Massentierhaltung keine große Rolle.

Allerdings sei auch hier nicht alles perfekt, sagt Dr. Wolff-Günther Gebauer von der AGLW, in der sich 16 Kommunen aus dem Kreis Hersfeld-Rotenburg, Ringgau, Herleshausen und Eiterfeld zum Schutz des Trinkwassers zusammengetan haben. In über 25 Jahren habe die AGLW durch intensive Bemühungen den Trend von steigenden Nitratwerten umkehren können. Dazu brauche man auch die Unterstützung der Behörden, betont Gebauer.

So bleibt der Nitratwert in fast allen Quellen und Brunnen unter 20 Milligramm. Auch der problematische Tiefbrunnen Rotensee bei Hauneck schwankt heute um den Grenzwert. Vor knapp 15 Jahren waren hier 70 Milligramm vorausgesagt worden. Durch Zumischung von anderem Trinkwasser liegt der Nitratgehalt weit unter dem Grenzwert.

Vonseiten der Stadtwerke Bad Hersfeld wurden Werte von 20 bis 24 Milligramm genannt. Mit den Landwirten im Geistal arbeite man zusammen, es gebe eine Düngeplanung, die auch kontrolliert werde. Die Stadtwerke Bebra setzen – gemeinsam mit Nentershausen – ebenfalls auf Beratung der Landwirte durch ein Ingenieurbüro. Den Landwirten könne aber nicht alles angelastet werden, sagt Stadtwerkechef Herbert Höttl. Die Nitratwerte in Bebra liegen unter 20, nur im Problembrunnen Stockhausen (Weiterode) bei 30 – 35 Milligramm. (ank)

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Rubriklistenbild: © dapd

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