Arbeitsmarkt in Waldhessen

Arbeitslosigkeit im Landkreis sinkt deutlich im Vergleich zum Vorjahr

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Die Arbeitslosenquote sinkt im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,4 Prozent.

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Hersfeld-Rotenburg betrug im Juni 3,6 Prozent. Damit sinkt sie im Vergleich zum Vorjahresmonat deutlich um 0,4 Prozent. Probleme gibt es dennoch. 

Der Arbeitsmarkt in Waldhessen bleibt stabil: Die Arbeitslosenquote im Landkreis Hersfeld-Rotenburg betrug im Juni 3,6 Prozent. Das geht aus dem aktuellen Arbeitsmarktbericht der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda hervor. Rund 2320 Menschen sind im Landkreis zurzeit ohne Job – 34 Menschen weniger als im Mai. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Arbeitslosenquote um 0,4 Prozent deutlich gefallen. 

Vor einem Jahr waren 255 Personen mehr arbeitslos gemeldet. „Die Entwicklung im ersten Halbjahr war erfreulich. Der Arbeitsmarkt in der Region zeigt sich äußerst stabil“, sagte Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Arbeitsagentur.

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Kreis Hersfeld-Rotenburg bleibt laut Waldemar Dombrowski dank einer soliden Konjunktur in den ersten sechs Monaten des Jahres gut. „Die Arbeitslosigkeit konnte innerhalb eines Jahres um rund zehn Prozentpunkte verringert werden“, sagte der Chef der Agentur für Arbeit.

Landkreis schneidet im hessenweiten Vergleich gut ab

Auch im bundeslandweiten Vergleich schneidet der Arbeitsmarkt im Kreis gut ab. Die Arbeitslosenquote liegt 0,7 Prozentpunkte unter der hessenweiten Arbeitslosenquote von 4,3 Prozent.

Alle Personengruppen profitieren von den positiven Entwicklungen – insbesondere Frauen (11,1 Prozent), Arbeitslose unter 25 Jahren (14,1 Prozent) und Menschen ohne deutschen Pass (16,4 Prozent). Der Rückgang der Arbeitslosigkeit bei schwerbehinderten Menschen um 11,3 Prozent zum Vorjahresmonat sei laut Dombrowski besonders hervorzuheben: „Damit kommt die hervorragende Arbeitsmarktlage auch Personen mit Handicaps zugute“. Zudem sind 273 Langzeitarbeitslose weniger als vor einem Jahr ohne Job. Das bedeutet einen Rückgang von insgesamt 24 Prozent.

Auch der Stellenbestand in der Region ist auf einem hohen Niveau. Der Arbeitgeberservice akquirierte seit Jahresbeginn rund 2670 Stellen.

Zahlen belegen große Nachfrage der Wirtschaft nach Arbeitskräften

Der Arbeitsagentur liegen zurzeit rund 1500 Stellen zur Vermittlung vor – 18 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Die Zahlen belegen eine große Nachfrage der Wirtschaft nach Arbeitskräften. In fast allen Branchen fehlen den Unternehmen qualifizierte Mitarbeiter, so der Agenturchef. Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, würden immer mehr Unternehmen die betriebliche Weiterbildung ihrer Mitarbeiter fördern.

Daneben setzen die Arbeitgeber auf die Ausbildung eigenen Nachwuchses. Rund 320 offene Ausbildungsstellen in unterschiedlichen Berufsfeldern sind bisher unbesetzt. Vor allem Hörakustiker, Medientechnologen und Altenpfleger sind sehr gefragt. 

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