Kainit-Kristallisation soll Abwasser reduzieren

Richtfest bei K+S in Philippsthal: Aufbereitungsanlage kostet 165 Millionen

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Der Richtkranz schwebt: Vertreter von K+S, Politiker und Angehörige der beteiligten Baufirmen haben am Kalistandort Hattorf das Richtfest der Kainit-Kristallisation mit anschließender Flotation (KKF) gefeiert.

Philippsthal. K+S investiert weiter in die Reduzierung der bei der Produktion anfallenden Salzabwässer. Am Standort Hattorf des Verbundwerks Werra in Philippsthal entsteht eine Kainit-Kristallisation mit anschließender Flotation (KKF).

Am Freitag wurde das Richtfest beim Düngemittelhersteller gefeiert, Anfang des Jahres 2018 soll die Anlage in Betrieb gehen. Mit 165 Millionen Euro ist die Aufbereitungsanlage die größte Einzelinvestition des Unternehmens in die Reduzierung flüssiger Produktionsrückstände. Mit ihrer Hilfe soll die Abwassermenge nochmals um 1,5 Millionen Kubikmeter jährlich verringert werden und 500 000 Tonnen Salzabfälle einsparen. Bereits seit 2011 hatte K+S rund 400 Millionen Euro investiert, um die Salzabwassermenge auf sieben Millionen Kubikmeter zu halbieren.

Möglich werde die weitere Reduzierung, weil aus bisher nicht nutzbaren Salzlösungen aus den Standorten Unterbreizbach und Hattorf Wertstoffe gewonnen werden, erklärte Dr. Reiner Gerling, Geschäftsführer der K+S-Kali-GmbH. Die Hartsalz-Lösung aus vorgelagerten Produktionsschritten werde zunächst eingedampft, um in der anschließenden Kainitkrstallisation werthaltige Stoffe wie Magnesiumsulfat und Sylyin abzutrennen. In der anschließenden Flotation sollen diese Wertstoffe abgetrennt und in den Kali-Fabriken zu Düngemitteln verarbeitet werden. Übrig bleiben 5,5 statt bisher sieben Millionen Kubikmeter Abwasser, die in die Werra geleitet oder im Plattendolomit versenkt werden.

Bei günstigen Marktbedingungen könne die Anlage sogar einen positiven Ergebnisertrag leisten, betonte der K+S-Vorstandsvorsitzende Norbert Steiner. Unterschritten werde diese Grenze aber spätestens dann, wenn weitere Abwasser-Reduzierungen nur noch über Produktionsdrosselungen erkauft werden könnten, betonte Steiner.

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