Immobilienmarktbericht

Bauplatz-Preise im Landkreis Hersfeld-Rotenburg sind gefallen

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In Ronshausen wird zurzeit das Neubaugebiet Am Geldacker vermarktet. Immobilienexperten vermuten, dass durch günstigere Wohnbauplätze in den kleineren Kommunen des Landkreises die Kaufpreise in Waldhessen insgesamt gefallen sind. 

In Bad Hersfeld sind mit Blick auf alle Kommunen in den Kreisen Hersfeld-Rotenburg, Werra-Meißner und Schwalm-Eder 2019 erneut die meisten Eigentumswohnungen verkauft worden.

Nämlich 89 an der Zahl. Auch bei den bebauten Grundstücken führt die Kreisstadt mit immerhin 186 Verkäufen erneut die Liste an.

Das zeigt der aktuelle Immobilienmarktbericht des Gutachterausschusses für Immobilienwerte im Amt für Bodenmanagement Homberg (Efze), der sich auf Daten aus dem Jahr 2019 bezieht und Informationen zum Grundstücksmarkt in allen drei Landkreisen liefert. Ein Trend setzt sich fort: Die Kaufpreise sind überwiegend weiter angestiegen, zum Teil sehr deutlich, so die Autoren. Allerdings fällt die Entwicklung in den einzelnen Teilmärkten beziehungsweise Regionen recht unterschiedlich aus.

Sehr stark angestiegen sind in den Nachbarkreisen zum Beispiel die Kaufpreise für unbebaute Wohnbauplätze – plus 29 Prozent im Schwalm-Eder-Kreis und plus 15 Prozent im Werra-Meißner Kreis. In Hersfeld-Rotenburg hingegen sind sie im Jahresvergleich um neun Prozent gefallen. Bemerkbar machen sich hier vermutlich die günstigeren Preise in den kleineren Kommunen des Kreises sowie die Entwicklung von Neubaugebieten, heißt es. Die meisten unbebauten Grundstücke (188) wurden im Vergleich der Kommunen übrigens in Waldkappel im Werra-Meißner-Kreis verkauft. Die wenigsten Verkäufe verzeichnet neben Neu-Eichenberg ebenfalls im Werra-Meißner-Kreis das hiesige Cornberg.

Ebenfalls rückgängig waren in Waldhessen zuletzt die Preise für Grünland (minus sieben Prozent) und Ackerland (minus vier Prozent). Um sieben Prozent zurückgegangen ist die Anzahl der Kaufverträge für Eigentumswohnungen – allerdings bei weiter deutlich anziehenden Preisen, hier ist ein Plus von 16 Prozent zu verzeichnen.

Um etwa zehn Prozent angestiegen sind auch die Durchschnittspreise für die stark nachgefragten Ein- und Zweifamilienhäuser im Landkreis. Dieser Trend ist bereits seit einigen Jahren zu beobachten. Er besteht einheitlich in allen drei Landkreisen.

Mit 186 bebauten Grundstücken steht Bad Hersfeld im Übrigen auf der Liste deutlich vor Eschwege mit 149 Verkäufen, den letzten Platz belegt Schwarzenborn mit gerade mal neun Verkäufen.

So entsteht der Immobilienmarktbericht

Dem jährlichen Immobilienmarktbericht liegt die sogenannte Kaufpreissammlung zugrunde. Sämtliche Verkäufe, ob von Grundstücken, Häusern oder Wohnungen, laufen über Notare, die Kopien der Verträge an den beim Amt für Bodenmanagement Homberg (Efze) angesiedelten Gutachterausschuss für Immobilienwerte liefern. Dort werden sie etwa auf Plausibilität geprüft, um „Liebhaber- oder Mondpreise“ herauszufiltern, erfasst und ausgewertet. Der Bericht ist frei verkäuflich, meist sind es Kommunen oder Banken, die sich dafür interessieren.

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