Nach Schwelbrand

Schwelbrand gelöscht: RP Kassel beschlagnahmt Giftmüll-Kammer

Herfa-Neurode. Nach dem mittlerweile gelöschten Schwelbrand in der Giftmülldeponie Herfa-Neurode halten sich K+S und das Regierungspräsidium mit Details zur Ursache noch zurück.

Am Freitag hatte die Grubenwehr unter Vollschutz die seit Entdeckung des Brandes hermetisch verschlossene Kammer in mehreren hundert Metern Tiefe geöffnet.

Der Kammerverschluss sollte dem Schwelbrand den Sauerstoff entziehen und ihn so ersticken. Damit sei man erfolgreich gewesen. Die Bergaufsicht habe bestätigt, dass sich das Brandschutzkonzept in der alten Kaligrube, die seit 1972 als Deponie für gefährliche Sonderabfälle dient, bewährt habe, so K+S auf Anfrage.

Untertage-Deponie Herfa-Neurode

Vom RP hieß es nach Öffnung der Kammer: „Die ersten zwei bis drei Reihen zeigen verkohlte Paletten und angeschmolzene Bigbags." Abfälle selbst hätten nicht gebrannt, „da sie nicht brennbar sind“. Bigbags sind große Kunststoffsäcke, in denen in der fraglichen Kammer vor allem Alminiumfilterstäube gestapelt sind.

Die Kammer sei beschlagnahmt, die Brandursachenermittlung könne beginnen, so das RP weiter: "Alles Weitere ist zu diesem Zeitpunkt nicht bewertbar."

Hohlräume der Untertagedeponie bei Heringen, die der Kaliabbau zurückließ, sind auf 1,2 Quadratkilometern vollgepackt mit drei Millionen Tonnen gefährlicher Abfälle. Sehr vielmehr steht noch leer.

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Rubriklistenbild: © Eisenberg (Archiv)

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