2075 Menschen sind ohne Job

Gegen den Trend: Arbeitslosenquote im Landkreis Hersfeld-Rotenburg sinkt

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Die Arbeitslosenquote im Kreis Hersfeld-Rotenburg ist gesunken. 

Besonders positiv ist die Entwicklung bei den Langzeitarbeitslosen.

Entgegen dem hessenweiten Trend ist die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg im Dezember gesunken: um 84 Personen auf nun 2075 Arbeitslose. Die Quote beträgt 3,2 Prozent und damit 0,1 Prozentpunkte weniger als im November und 0,3 Prozentpunkte weniger als vor einem Jahr. Das teilt die Bundesagentur für Arbeit mit.

Die Unterbeschäftigungsquote, die auch Menschen erfasst, die in einer „arbeitsmarktpolitischen Maßnahme“, vorübergehend krank oder älter als 58 Jahre sind und Hartz IV beziehen, liegt bei 4,5 Prozent (Vormonat: 4,6; Vorjahr: 3,8). 

Dass die Entwicklung im Kreis positiv ist, ist laut Agentur-Pressesprecherin Luzia Kremser ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren. „Es gibt im Landkreis einen sehr hohen Stellenbestand. Das gilt für alle Branchen. Viele Unternehmen stellen zum Beispiel mittlerweile wieder mehr ältere Menschen ein, was in den Vorjahren die Ausnahme war“, sagt sie. 

Derzeit sind im Landkreis 1456 offene Stellen verzeichnet – ein Anstieg von fast 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 1,4 Arbeitslose kommen auf eine freie Stelle, doch immer seltener passen die Anforderungen der Stellen und die Profile der Bewerber zusammen. Deswegen investieren Arbeitsagentur und Landkreis in die Qualifizierung arbeitsloser Menschen, erklärt Waldemar Dombrowski, Geschäftsführer der Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda. 

„Besonders erfreulich ist der starke Rückgang der Arbeitslosigkeit um rund 15 Prozent bei jüngeren Menschen“, sagt Dombrowski. Derzeit sind in der Region 194 Männer und Frauen unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote dieser Personengruppe liegt bei 2,9 Prozent. Im November waren es noch 3,0 und im Vorjahr 3,4 Prozent gewesen. 35 Prozent der Arbeitslosen im Landkreis (727 Personen) sind älter als 50 Jahre. Auch bei dieser Personengruppe ist die Quote gesunken – wenn auch bei weitem nicht so deutlich. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr beträgt 6,7 Prozent und ist damit niedriger als der Rückgang von 7,0 Prozent, auf den alle Personengruppen zusammengerechnet kommen. 

34,7 Prozent der Arbeitslosen im Kreis (720 Personen) sind Langzeitarbeitslose. Bei dieser Personengruppe ist die Entwicklung besonders gut: Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr beträgt 22,2 Prozent.

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